04-05-17 |  15:51
Projektstelle für Demokratie und Toleranz

Der Evangelische Kirchenkreis Hamm hat zum 1.5.2017 die Trägerschaft für zwei Projektstellen zur Umsetzung des Handlungskonzepts gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit "Hamm: Für Demokratie und Toleranz" übernommen.


Die Stadt Hamm hatte den Kirchenkreis mit der Trägerschaft beauftragt, nachdem Mitte Februar 2017 die Bewilligung der Projektmittel aus den Programmen "Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie" und "NRWeltoffen. Integriertes Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus" erteilt worden waren. Die Projektstellen sind im Referat für Öffentlichkeitsarbeit und politische Diakonie unter der Leitung von Pfarrer Dr. Tilman Walther-Sollich angesiedelt, der seit 2004 Sprecher und Moderator des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt ist.

Kirchenkreis Hamm übernimmt zum 1.5.2017 die Trägerschaft für zwei Personalstellen
Mit Christina Vetter und Benjamin Kerst stellen sich am Donnerstag, 4. Mai, die beiden neuen Mitarbeiter im Kreiskirchenamt Hamm vor. Benjamin Kerst hat am 1.5. die mit 34 Wochenstunden bemessene Projektsteuerung für die Umsetzung des Handlungskonzeptes für Demokratie und Toleranz angetreten. Sie wird aus dem Landesprogramm "NRWeltoffen. Integriertes Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus" refinanziert und ist bis Ende 2018 befristet. Der 34-Jährige kommt aus Ludwigsburg und hat in Konstanz seinen Master in Philosophie und Soziologie erworben. Er hat bei verschiedenen Projekten gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) mitgearbeitet und ist Mitherausgeber des "Handwörterbuches rechtsextremer Kampfbegriffe", das 2015 erschienen ist.

Refinanzierung der Projektstelle aus Bundes- und Landesmitteln

Christina Vetter wird zum 1.6. die Koordinierungs- und Fachstelle im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie" antreten. Sie ist zur Zeit noch in Paderborn beschäftigt, steht aber im Mai bereits stundenweise für den Aufbau des Projekts zur Verfügung. Ab Juni wird Vetter, die bislang noch die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter leitet, mit insgesamt 30 Stunden in der Woche für das Projekt "Hamm: Für Demokratie und Toleranz" arbeiten. Die studierte Diplom-Pädagogin (36 Jahre) bringt in ihre neue Stelle zahlreiche Berufserfahrungen aus den Arbeitsfeldern Migration, Interkultur und Gewaltprävention ein, sowohl mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen. Vetters Stelle ist bis Ende 2019 befristet.

Gemeinsam mit allen, die mitwirken wollen, Demokratie und Toleranz fördern

"Wir wollen so schnell wie möglich mit konkreten Projekten beginnen, um das Handlungskonzept der Stadt Hamm mit Leben zu füllen", erläutert Pfarrer Dr. Walther-Sollich die nächsten Schritte. Nachdem Christina Vetter und Benjamin Kerst sich am Mittwoch der vergangenen Woche bereits dem Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt vorgestellt haben, haben sie in dieser Woche damit begonnen, sich einzuarbeiten und gemeinsam eine Prioritätenliste aufzustellen. Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Entwicklung einer Internet- und Social-Media-Strategie und die Weiterentwicklung der Aktion "Bücher aus dem Feuer" gemeinsam mit dem Freundeskreis Stadtbücherei und Hammer Schulen. Mitte Mai wird erstmals der Begleitausschuss zusammentreten, der über die Maßnahmen entscheiden wird, die aus dem Programm "Demokratie leben!" finanziert werden. Voraussichtlich zum 1. Juli wird die Projektstelle aus dem derzeitigen Übergangsbüro in ein Ladenlokal in der Nassauerstraße einziehen, das noch renoviert wird. "Demokratie und Toleranz wollen nicht nur eingefordert, sondern auch gelebt werden. Darum werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, das Handlungskonzept der Stadt Hamm gemeinsam mit allen, die daran mitwirken wollen, als ein Stück gelebte Demokratie umzusetzen", sind sich Walther-Sollich, Vetter und Kerst über die Ausrichtung des Projektes einig.



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