27-06-18 |  15:48
Sommersynode im Zeichen von 200 Jahre Kirchenkreis

Die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm trat am Dienstag, 26. Juni, und am Mittwoch, 27. Juni, im Gemeindezentrum der Erlöserkirche in Werries zusammen. Der Synodengottesdienst am Dienstagabend wurde als Dankgottesdienst für "200 Jahre Kirchenkreis Hamm" gemeinsam mit den Kirchengemeinden und Gemeinsamen Diensten des Kirchenkreises gestaltet.


Im Anschluss daran fand ein offener Abend der Begegnung statt. Am Mittwoch stand der Bericht von Synodalassessorin Kerstin Goldbeck und als Schwerpunktthema "Die Zukunft des Pfarrdienstes im Evangelischen Kirchenkreis Hamm" auf der Tagesordnung. Ein weiteres Thema war das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der indonesischen HKI-Kirche.

200 Jahre Kirchenkreis Hamm sind auch eine Geschichte der Zuwanderung und Migration
"Von Osten und Westen, von Norden und Süden. 200 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Hamm": Unter diesem Motto stand ein Dankgottesdienst zum 200-jährigen Bestehen des Kirchenkreises Hamm. Der Kirchenkreis Hamm wurde durch Verfügung des Königlich Preußischen Consistoriums vom 9. Juli 1818 gegründet. Das Motto des Jubiläums erinnerte daran, dass die 200-jährige Geschichte des Kirchenkreises nicht denkbar ist ohne die zahlreichen Menschen, die zunächst durch den Bergbau, später durch den 2. Weltkrieg und seine Folgen und in jüngerer Zeit auch als russland-deutsche Aussiedler oder als Flüchtlinge in die Region zugewandert sind. "Die zwölf Gemeinden des Kirchenkreises in Ahlen, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne haben mit einem Satz und einem Symbol gezeigt, was für sie typisch ist", freute sich Synodalassessorin Kerstin Goldbeck, die die Vorbereitungen koordiniert hat, dass in dem Gottesdienst sichtbar geworden ist, "wie vielfältig und reich das kirchliche Leben in unserem Kirchenkreis ist." Die Predigt in dem Gottesdienst hielt Superintendent Frank Millrath, der nach seiner Erkrankung seit Anfang Juni den Dienst wieder aufgenommen hat und die Synode leitete.

Schwerpunktthema "Zukunft des Pfarrdienstes"
Schwerpunktthema der Synode war am Mittwoch die Zukunft des Pfarrdienstes. Pfarrer Michael Westerhoff vom Personaldezernat der Landeskirche legte Zahlen zur Personalentwicklung vor. Demnach werden bereits in etwa fünf Jahren mehr Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand gehen, als junge Theologinnen und Theologen nachrücken. "Bis 2030 wird voraussichtlich auch im Kirchenkreis Hamm nur noch jede zweite heute bestehende Pfarrstelle neu besetzt werden können", lautet die Prognose der Landeskirche. "Dabei wird der Rückgang bei den Pfarrpersonen stärker sein als der Rückgang bei der Zahl der Gemeindeglieder." Die Synode beauftragte den Strukturausschuss, der Sommersynode 2019 einen Prozess vorzuschlagen, mit dem das Thema umfassend bearbeitet werden kann.

Das Kreiskirchenamt Hamm an der Martin-Luther-Straße soll energetisch saniert und baulich erweitert werden. Dazu werden zeitnah die Verwaltung und die Fachbereiche des Kirchenkreises für voraussichtlich ein Jahr in das benachbarte Südring-Center umziehen.

Mit großem Interesse nahm die Synode einen Bericht der Delegation auf, die von Mitte Februar bis Anfang März die indonesische Partnerkirche HKI besucht hat. Ein Höhepunkt der Besuchsreise waren die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft am 21. Februar. Im August besucht eine zwölfköpfige Jugenddelegation unter der Leitung von Jugendreferent Hendrik Scheffler die HKI.

 

Zusammensetzung der Synode
Die Kreissynode ist das kirchenleitende Gremium der Evangelischen Kirche im Bereich Ahlen, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne, so zu sagen das Kirchenparlament für rund 81.000 evangelische Christinnen und Christen in den zwölf evangelischen Kirchengemeinden der Region. Sie setzt sich zusammen aus 108 gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und Synodalen Dienste (je zur Hälfte Nicht-Theologen und Pfarrerinnen oder Pfarrer) und berufenen Mitgliedern. Der Kreissynodal-Vorstand wird gewählt und besteht aus dem Superintendenten und seiner Vertreterin, dem Schriftführer sowie einem weiteren theologischen Mitglied und fünf "Synodal-Ältesten". Die Synode im Kirchenkreis Hamm tagt in der Regel zweimal im Jahr.


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