14-02-18 |  14:43
Woche der Brüderlichkeit vom 4.-9. März in Hamm

Zu Begegnungen mit dem Judentum lädt vom 4. bis 9. März 2018 die "34. Woche der Brüderlichkeit" in Hamm ein. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hamm und dem Stadtarchiv Hamm erwartet die Besucher ein Programm, dessen insgesamt acht Veranstaltungen "Brücken zwischen den Religionen, zwischen Geschichte und Gegenwart und damit vor allem Brücken der Verständigung für uns heute" bauen möchten, wie Pfarrer Carsten Dietrich, Sprecher des Arbeitskreises Woche der Brüderlichkeit, betont.


"Vor dem Hintergrund der rechtsextremistischen Aktivitäten zum Holocaust-Gedenktag in Hamm und des mehr oder minder achselzuckenden Umgangs der Öffentlichkeit damit, aber auch vor dem Hintergrund der Zunahme von Antisemitismus bis in die Politik wird noch einmal deutlich, wie dringend nötig solche Brücken heute sind", so Dietrich.

Brücken zwischen Menschen und Religionen vor dem Hintergrund von zunehmendem Antisemitismus
Mit dem Thema "Brücken bauen" nimmt die diesjährige Woche der Brüderlichkeit das Motto der deutschlandweiten Veranstaltungswoche auf: "Angst überwinden - Brücken bauen". Zugleich möchte der Hammer Arbeitskreis zur Woche der Brüderlichkeit das Thema auf die hiesigen Gegebenheiten beziehen. So wird bei der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 4. März, um 17 Uhr im Gerd-Bucerius-Saal (Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der deutschen Einheit 1) Natalia Verzhbovska, die Rabbinerin der jüdischen Gemeinde "haKochaw" in Unna, über das Thema "Rabbinat als Brückenbau" sprechen. Am Dienstag, 6.3., werden 17 weitere Stolpersteine in Hamm verlegt, die an die Opfer des Nationalsozialismus in Hamm erinnern. Zugleich wird das zehnjährige Bestehen der Aktion Stolpersteine in Hamm begangen. Am 13.3. widmet sich ein Vortrag mit Bildpräsentation des in Bockum geborenen Journalisten Peter Hertel dem Schicksal der Juden von Bockum-Hövel. Und etwas zeitversetzt am 5.5. gibt es wieder einen Stadtgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Hamm, der diesmal auf den jüdischen Teil des Ostenfriedhofs führen wird. Der Abschluss der eigentlichen Veranstaltungswoche vom 4. bis 9.3. ist ein Besuch der Synagoge in Unna. Im Anschluss an eine Synagogenführung wird dort der Abschluss erstmals im jüdischen Gottesdienst zum Schabbat-Abend gefeiert. Für die Teilnahme ist die persönliche Anmeldung über die VHS Hamm erforderlich: Telefon (0 23 81) 17 56 06.

Abwechslungsreiches Programm mit Lesung, Märchen, Film und jüdischem Gottesdienst
Zum abwechslungsreichen Programm der Hammer Veranstaltungswoche gehört auch eine Lesung mit Marcia Zuckermann (Berlin) aus ihrem Familienroman "Mischpoke!" am 5.3. und ein Abend mit jüdischen Märchen und Weisheiten am 6.3., der von dem Hammer Ensemble WortKlang und Erzählerin Dagmar Callenius-Meuß gestaltet wird. Im VHS-Kino Spezial wird am Mittwoch, 7.3., der Film "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben" gezeigt. Dieser Film, der im Oktober 2017 ins Kino kam, zeigt die wahre Geschichte von vier jüdischen Jugendlichen, die sicher während der NS-Zeit in Berlin erfolgreich der Deportation widersetzen.Die Veranstaltungen in der Woche der Brüderlichkeit sind für alle Interessierten offen. Zum 1984 gegründeten Arbeitskreis Woche der Brüderlichkeit gehören der Evangelische Kirchenkreis Hamm, die Stadt Hamm und die Katholischen Dekanate.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie hier:


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