01-03-17 |  13:32
Woche der Brüderlichkeit vom 6.-17. März in Hamm

Zu Begegnungen mit dem Judentum lädt vom 6. bis 17. März 2017 die "33. Woche der Brüderlichkeit" in Hamm ein. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hamm und der ThomasKulturKirche erwartet die Besucher unter dem Motto "Nun gehe hin und lerne" ein Programm, dessen vier Veranstaltungen sich in besonderer Weise mit dem deutschstämmigen Judentum nach 1945 beschäftigt.


Eröffnung am 12.3. mit Superintendent i.R. Erhard Nierhaus  
So wird bei der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 12. März, um 17 Uhr im Gerd-Bucerius-Saal  (Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der deutschen Einheit 1) Superintendent i.R. Erhard Nierhaus über "Christliche Kirchen und Judentum seit 1945" sprechen. Mit seinen ausgewiesenen Kenntnissen zu  diesem Thema fragt Nierhaus, ob und wie sich die christliche Theologie in den letzten Jahrzehnten durch den Dialog mit dem Judentum verändert hat. Der ehemalige theologische Leiter des Kirchenkreises Hamm (1998 bis 2006) war in der Westfälischen Landeskirche von 1995 bis 2006 Beauftragter der Kirchenleitung für den christlich-jüdischen Dialog und hat viele Jahre, von 1992 bis 2000 auch als dessen Vorsitzender, im Ausschuss "Christen und Juden" der Evangelischen Kirche von Westfalen mitgearbeitet.  

Vortrag über deutschstämmige Juden im Heiligen Land schon am 6.3.  
Bereits am Montag, 6.3., ist der vielfach ausgezeichnete Fernsehjournalist Jörg Armbruster in Hamm zu Gast. Sein Thema ist der schwierige Neuanfang deutschstämmiger Juden im Heiligen Land. Unter der Überschrift ?Willkommen im gelobten Land?? berichtet Armbruster von seiner Spurensuche und den  
bewegenden Lebensläufen, auf die er dabei gestoßen ist. Zwar emigrierten Zehntausende deutsche Juden vor, während und auch noch nach der NS-Zeit nach Palästina. Doch ihre große Hoffnung, hier einen sicheren Zufluchtsort und eine neue Heimat zu finden, erfüllte sich für viele nicht. Der Vortrag mit Jürg  
Armbruster beginnt am Montag, 6.3., um 19.30 Uhr in der Volkshochschule im Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der deutschen Einheit 1, im Gerd-Bucerius-Saal.  
Film "Haymatloz" und musikalisches Schauspiel "Susanna" 
Eine eher unbekannte Seite in der Geschichte deutscher Juden schlägt das VHS-Kino Special am Mittwoch, 15.3., im Cineplex auf. Der Film "Haymatloz" wird in Gegenwart der Regisseurin Eren Önsöz gezeigt. Önsöz hat die Nachfahren von deutsch-jüdischen Akademikern aufgesucht, die vor den Nationalsozialisten in die Türkei flohen und dort im Zuge der Hochschulreformen unter Kemal Mustafa  Atatürk daran mitwirkten, die türkischen Universitäten nach westlichem Vorbild zu reformieren. Die Deutschen erhielten damals Schlüsselpositionen beim Aufbau der jungen türkischen Republik. Ihr Einfluss in den Wissenschaften, der Kunst und der Architektur ist bis heute sichtbar. 

Das musikalische Schauspiel "Susanna ? Ich bin ein Kontinent" nach einer Erzählung von Gertrud Kolmar beschließt am Freitag, 17. März, um 20.00 in der ThomasKulturKirche (Lohauserholzstraße 18) die Veranstaltungswoche. Die jüdische Dichterin Gertrud Kolmar schrieb "Susanna" 1939/40. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.   
Die Veranstaltungen in der Woche der Brüderlichkeit sind für alle Interessierten offen. Zum 1984 gegründeten Arbeitskreis Woche der Brüderlichkeit gehören der Evangelische Kirchenkreis Hamm, die Stadt Hamm und die Dekanate Hamm-Nord und Hellweg.  





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