01-12-17 |  11:54
17 Lesungen zu "Bücher aus dem Feuer"

Mit 17 Lesungen in sieben Schulen ist die diesjährige Vorleseaktion "Bücher aus dem Feuer" des Freundeskreises Stadtbücherei Hamm e.V. und des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt erfolgreich zu Ende gegangen.


14 Vorleserinnen und Vorleser haben in der Zeit zwischen dem 6. und 27. November die 9. oder 10. Klassen der Schulen Anne-Frank-Schule, Beisenkamp-Gymnasium, Friedensschule, Galilei-Gymnasium, Konrad-Adenauer-Realschule, Landschulheim Schloss Heessen und Sophie-Scholl-Gesamtschule besucht. Im Gepäck hatten sie selbst ausgewählte Texte, die von den Nationalsozialisten als so genannte "Schmutz- und Schundliteratur" verboten worden waren. Die Lesungen erinnerten an die Bücherverbrennungen, die am 20. Mai 1933 auch in Hamm als Teil der nationalsozialistischen Gleichschaltung des kulturellen und politischen Lebens stattfanden.

"Wir möchten mit der Vorleseaktion nicht nur einen historischen Rückblick, sondern zugleich einen Anstoß zur Auseinandersetzung mit den heutigen Erscheinungsformen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geben", bedankt sich Luise Harms, Vorsitzende des Freundeskreises Stadtbücherei Hamm, bei allen Mitwirkenden. "Unser Dank gilt nicht nur den Lehrerinnen, Lehrern und denen, die vorgelesen haben, sondern ganz besonders auch den Schülerinnen und Schülern, die sich sehr offen und kritisch beteiligt haben", ergänzt Pfarrer Dr. Tilman Walther-Sollich, Sprecher des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt. Die Begegnungen in den Schulen seien gerade darum besonders wertvoll gewesen, weil die Gespräche über "Bücher aus dem Feuer" den Beteiligten die hohe Bedeutung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt bewusstgemacht hätten. "Wir hoffen natürlich auch, dass wir damit ein Zeichen gegen Rassismus und die Ausgrenzung Andersdenkender setzen konnten, wie sie aktuell durch den Vormarsch rechtspopulistischer Parolen und Parteien propagiert werden", sind sich Harms und Walther-Sollich einig.

Die Aktion "Bücher aus dem Feuer" gibt es in Hamm seit 2007. Erstmalig wurde sie in diesem Jahr durch Benjamin Kerst von der Werkstadt für Demokratie und Toleranz koordiniert, der ebenso wie seine Kollegin Christina Vetter auch selbst vorgelesen hat. "Bücher aus dem Feuer" ist eine bundesweite Aktion, die ausgehend von den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen 1933 eingebettet in die Stadtgeschichte konkrete literarische Beispiele thematisiert. Ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter aus dem Freundeskreis Stadtbüchereien Hamm e.V. und dem Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt besuchten nach Terminabsprache den Unterricht und stellten sich der Diskussion, warum es ihnen wichtig ist, sich gegen Ausgrenzung und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu engagieren. Dazu brachten sie einen persönlich ausgewählten Text mit, dessen Autorin oder Autor Opfer der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen wurde.



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