23-06-17 |  09:22
Außergewöhnliche Studienreise zum 500. Reformationsjubiläum

"Normalerweise ist Schmuggel Sünde. Aber wenn die Schmuggelei allein den Zweck hat, das Evangelium zu verbreiten, dann kann das doch nicht Sünde sein", ist Pfarrer i.R. Alfred Grote überzeugt.


Dieser These auf den Grund zu gehen, lädt Grote gemeinsam mit seinem Pfarrkollegen im Ruhestand und Freund Paul Blätgen im Jahr des 500. Reformationsjubiläums zu einer außergewöhnlichen Studienreise ein. Auf dem "Weg des Buches" wollen sie sich vom 28. Oktober bis 5. November 2017 auf protestantische Pilgerwege in Kärnten begeben.

Weder der Zeitpunkt rund um den diesjährigen Reformationstag, noch das Thema unter dem Motto "Wann Schmuggel keine Sünde ist..." sind dabei zufällig. "Wir wollten gerne etwas Besonderes zum Jubiläumsjahr anbieten", schmunzelt Paul Blätgen, der leidenschaftlich gerne Reisebusse lenkt und sich Studienfahrten abseits ausgetretener Pfade ausdenkt. So entdeckte er mit Alfred Grote den "Weg des Buches", eine 2008 von der Evangelischen Kirche in Österreich eröffnete, insgesamt 590 Kilometer lange Wanderroute auf den verschlungenen Pfaden von Bibelschmugglern im 16. Jahrhundert. Denn wer damals in der Zeit der Gegenreformation in Österreich nicht wieder katholisch werden wollte, musste seinen Glauben im Geheimen praktizieren oder auswandern. Auf abenteuerlichen Wegen und unter der Gefahr erwischt und schwer bestraft zu werden, wurden daher Lutherbibeln, Gesang- und Gebetsbücher auch in entlegene Bergtäler geschmuggelt, dorthin, wo sich der protestantische Glaube am stärksten hielt.
Dann kam auch noch der Zufall ins Spiel, als Blätgen und Grote auf den Ort Feld am See in Kärnten stießen. Der liegt nicht nur am "Weg des Buches". Feld am See ist mit rund 80 Prozent Evangelischen auch das einzige evangelische Dorf im ganzen mehrheitlich katholischen Kärnten. Hier erhielten die beiden den Hinweis, dass sie sich unbedingt an Pfarrer Michael Guttner wenden sollten. Der evangelische Pfarrer empfing sie sofort mit offenen Armen und lud die beiden Kollegen ein, den historisch einmaligen Reformationstag 2017 gemeinsam mit einer Reisegruppe in seiner Gemeinde zu begehen. Das sei auch ein guter Ausgangspunkt, um die zentralen Feierlichkeiten des Reformationstages im nicht weit entfernten Villach zu besuchen.

Die Studienreise ist für alle Interessierten offen und kostet 1095 Euro (Zuschlag für Einzelzimmer 112 Euro). Infos: Auslandsgesellschaft NRW e.V., www.agnrw.de.



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