21-06-17 |  16:34
Sommersynode im Zeichen von "500 Jahre Reformation"

Die Sommersynode des Kirchenkreises Hamm tagte am Mittwoch, 21. Juni, im Zeichen von "500 Jahre Reformation". Mit einem Antrag an die Landessynode, die Kirchenordnung der veränderten Wirklichkeit in den Gemeinden anzupassen, folgt die Synode der reformatorischen Einsicht, dass Kirche sich immer wieder erneuern muss.


Superintendent Millrath: Projekt "KIRCHE WAGEN" in guter protestantischer Tradition
In Vertretung für Superintendent Frank Millrath, der erkrankt ist, leitete Synodalassessorin Kerstin Goldbeck die Synode. Sie stellte zunächst den schriftlichen Bericht von Superintendent Millrath über die Entwicklungen im Kirchenkreis Hamm seit Sommer 2016 zur Aussprache. Der leitende Theologe des Kirchenkreises nahm das 500-jährige Jubiläum der Reformation in diesem Jahr zum Anlass einer Bestandsaufnahme. "Als wir in unserem Kirchenkreis darüber nachdachten, wie wir das Reformationsjubiläum gestalten wollten, wurde uns schnell klar, dass wir es nicht bei einer Rückbesinnung auf die damaligen Ereignisse bewenden lassen können", schreibt Millrath in seinem Bericht. Stattdessen habe der Kirchenkreis mit dem Projekt "KIRCHE WAGEN" die Frage in den Mittelpunkt gerückt, wie kirchliches Leben heute gestaltet werden muss, um die frohe Botschaft des Evangeliums den Menschen nahezubringen. "Wir bewegen uns in guter protestantischer Tradition, wenn wir uns mit unserem zum Kirche-Wagen umgebauten Bauwagen auf den Weg zu den Menschen machen, um ihnen genau zuzuhören was sie uns als Kirche zu sagen haben und was sie persönlich bewegt", so Frank Millrath weiter.

Bis zum Reformationstag werden weiter Thesen zu notwendigen Reformen gesammelt
Bei den vielfältigen Aktionen mit dem Kirche-Wagen sind bislang schon zahlreiche Thesen gesammelt worden. Diese will der Kirchenkreis nun nutzen, um die Diskussion über notwendige Reformen weiter zu führen. Bis zum Reformationstag am 31. Oktober 2017, dem 500. Gedenktag des legendären Thesenanschlags von Martin Luther, wird der Kirche-Wagen weiter Thesen sammeln, die dann in einem Gottesdienst in der Hammer Pauluskirche zusammengetragen und ausgewertet werden sollen.

"Gottesdienst für Viele": Die kirchliche Tradition zeitgemäß weiterentwickeln
Mit dem zweiten Schwerpunkt dieser Synode, dem Thema "Gottesdienst für Viele", haben sich die Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenkreises bereits seit der Sommersynode 2016 intensiv auf den Weg gemacht, die kirchliche Tradition zeitgemäß weiterzuentwickeln. Nach dem thematischen Aufschlag im Juni 2016 haben die Presbyterien und Ausschüsse im Kirchenkreis weiter über Veränderungen in diesem Bereich beraten. Die Synode verabschiedete auf dieser Grundlage einen Antrag an die Landessynode der Westfälischen Landeskirche, die Kirchenordnung der veränderten Wirklichkeit in den Gemeinden anzupassen. Die Kirchenordnung schreibt die Grundlagen des kirchlichen Lebens fest. Sie behandelt in den Artikeln 167 bis 187 den "Dienst an Wort und Sakrament".

Überarbeitung der Kirchenordnung soll mehr Vielfalt der Gottesdienste ermöglichen
Mit der Überarbeitung der Kirchenordnung sollen besonders fünf Ziele erreicht werden. Die Kreissynode Hamm möchte die zentrale Bedeutung des Gottesdienstes bewahren und fördern. Sie ist aber überzeugt, dass dafür eine größere Vielfalt nicht nur von Gottesdienstformen, sondern auch von Zeiten und Orten nötig ist. Das geschieht bereits an vielen Stellen im Kirchenkreis mit gut besuchten Abendgottesdiensten, Taizé-Gebeten oder auch der Jugendkirche. Diese sollen künftig gleichberechtigt zu den traditionellen Sonntagsmorgen-Gottesdiensten stattfinden können.

Zusammensetzung der Synode
Die Kreissynode ist das kirchenleitende Gremium der Evangelischen Kirche im Bereich Ahlen, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne, so zu sagen das Kirchenparlament für rund 83.000 evangelische Christinnen und Christen in den zwölf evangelischen Kirchengemeinden der Region. Sie setzt sich zusammen aus 108 gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und Synodalen Dienste (je zur Hälfte so genannte Laien und Pfarrerinnen oder Pfarrer) und berufenen Mitgliedern. Der Kreissynodal-Vorstand wird gewählt und besteht aus dem Superintendenten und seiner Vertreterin, dem Schriftführer sowie einem weiteren theologischen Mitglied und fünf "Synodal-Ältesten". Die Synode im Kirchenkreis Hamm tagt in der Regel zweimal im Jahr.


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