02-12-11 |  22:07
Kreissynode Hamm beschließt Haushalt 2012

Bei der Herbstsynode haben die 111 Delegierten aus den Gemeinden und Diensten des Evangelischen Kirchenkreises Hamm am Freitag, 2. Dezember im Gemeindezentrum der Auferstehungskirche in Bockum-Hövel den Haushaltsplan für das Jahr 2012 beschlossen. Gegenüber dem Haushalt des zu Ende gehenden Jahres 2011 ist die Kirchensteuerzuweisung um 228.814 Euro auf 8,866 Mio. Euro leicht gestiegen. Dennoch plant der Kirchenkreis 2012 aus der Ausgleichsrücklage 168.000 Euro zu entnehmen, um den realen Verlust an Kaufkraft auszugleichen und ohne Kürzungen eine verlässliche Grundlage für die kirchliche Arbeit zu gewährleisten.


Weitere Themen der Herbstsynode waren die neu aufgelegten Förderprogramme für die energieeinsparende Sanierung von Pfarrhäusern, Gemeindehäusern und Kirchen sowie ein Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr der Taufe.

Entnahme aus der Ausgleichsrücklage trotz leichtem Plus bei den Kirchensteuern

Die Finanzplanung 2012 geht gegenüber dem Haushalt des zu Ende gehenden Jahres von einem leichten Zuwachs der Kirchensteuerzuweisung um 228.814 Euro auf 8,866 Mio. Euro aus. Je Gemeindemitglied sollen die 13 Kirchengemeinden im kommenden Jahr 27 Euro aus Kirchensteuern erhalten (2011: 26 Euro). Für diese Anpassung an den realen Verlust an Kaufkraft plant der Kirchenkreis 2012 aus der Ausgleichsrücklage 168.000 Euro zu entnehmen. "Wir möchten den Gemeinden ermöglichen, ihren Konsolidierungskurs stabil fortzusetzen und gleichzeitig in das Gemeindeleben und den Gemeindeaufbau zu investieren", begründet Superintendent Rüdiger Schuch diese Entscheidung. "Auf Grund der soliden Finanzwirtschaft und den leichten Zuwächsen bei den Kirchensteuern in den letzten Jahren ist es uns aber möglich, das Defizit von 168.000 Euro für 2012 aus der Ausgleichsrücklage aufzufangen." Rund 12 Prozent seiner Kirchensteuerzuweisungen (1,035 Mio. Euro) gibt der Kirchenkreis auch 2012 für die 37 evangelischen Kindertageseinrichtungen aus.

Zehn Prozent mehr Taufen im zu Ende gehenden "Jahr der Taufe"

Positiv blickt der Kirchenkreis Hamm auf das zu Ende gehende "Jahr der Taufe" zurück. Durch die gezielte Ansprache von Eltern noch ungetaufter Kinder und mehrere große Tauffeste auf der Ebene des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden konnte die Zahl der Taufen 2011 um rund zehn Prozent gesteigert werden. Insgesamt fanden im Kirchenkreis Hamm bis zum 30. November 728 Taufen statt. Zum Vergleich: 2010 wurden insgesamt 660 Kinder, Jugendliche und Erwachsene getauft. Die größten Tauffeste fanden in der Christuskirche Hamm-Westen (70 Taufen), in Bönen (33 Taufen) und in Pelkum (10 Taufen) statt.

Förderprogramme zur Energieeinsparung bei kirchlichen Gebäuden

Mit zwei Förderprogrammen unterstützt der Evangelische Kirchenkreis die energetische Sanierung von kirchlichen Gebäuden. Die Finanzgemeinschaft aller 13 Kirchengemeinden übernimmt ab 1. Januar 80 Prozent der Kosten für bauliche Maßnahmen, die die Energiebilanz von Pfarrhäusern verbessern. Angelehnt an die Förderprogramme des Landes NRW und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) könnten damit insgesamt 24 Pfarrhäuser auf den Effizienzhaus-Standard gebracht werden. 20 Prozent der Kosten müssen die Gemeinden selbst aufbringen. Zusätzlich werden bereits seit Sommer 2011 Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Gemeindehäusern und Kirchen mit 60 Prozent bezuschusst. Darunter fallen vor allem energieeinsparende Instandhaltungsmaßnahmen und der Austausch von Heizungsanlagen. Mit Hilfe dieser Förderprogramme will der Kirchenkreis Hamm die Klimaziele der Evangelischen Kirche von Westfalen umsetzen. Die Landeskirche hat es sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren und so einen Beitrag gegen die Erderwärmung und dessen Folgen für den Klimawandel zu leisten.

Zusammensetzung der Synode

Die Kreissynode ist das kirchenleitende Gremium der Evangelischen Kirche im Bereich Ahlen, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne, so zu sagen das Kirchenparlament für rund 87.500 evangelische Christinnen und Christen in der Region. Sie setzt sich zusammen aus 111 gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und Synodalen Dienste (je zur Hälfte so genannte Laien und Pfarrerinnen oder Pfarrer) und berufenen Mitgliedern. Der Kreissynodal-Vorstand wird gewählt und besteht aus dem Superintendenten und seinem Vertreter, dem Schriftführer sowie einem weiteren theologischen Mitglied und fünf "Synodal-Ältesten". Die Synode im Kirchenkreis Hamm tagt in der Regel zweimal im Jahr.


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