01-12-12 |  21:21
Stabile Finanzplanung für den Haushalt 2013

VON: TILMAN WALTHER-SOLLICH

Zur Herbstsynode traten am Freitag, 30. November, die Delegierten des Evangelischen Kirchenkreises Hamm im Gemeindezentrum der Auferstehungskirche Bockum-Hövel turnusgemäß zusammen. Auf der Tagesordnung stand die Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplanes für das Jahr 2013. Weitere Themen waren der Bericht des Leitungsausschusses für die 37 Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis und die Partnerschaft des Kirchenkreises Hamm mit der indonesischen evangelischen Kirche Huria Kristen Indonesia (HKI).


Leichter Zuwachs des Haushalts auf 9,1 Mio. Euro

Die Finanzplanung geht gegenüber dem Haushalt des zu Ende gehenden Jahres 2012 von einem leichten Zuwachs der Kirchensteuerzuweisung um 294.832 Euro auf 9,1 Mio. Euro aus. Dennoch plant der Kirchenkreis 2013 aus der Ausgleichsrücklage 39.500 Euro zu entnehmen, um den realen Verlust an Kaufkraft auszugleichen und ohne Kürzungen eine verlässliche Grundlage für die kirchliche Arbeit zu gewährleisten. "Wir möchten den Gemeinden weiterhin ermöglichen, in das Gemeindeleben und Projekte zum Gemeindeaufbau zu investieren", erläuterte Superintendent Rüdiger Schuch die Linie des Kirchenkreises. "Auf Grund unserer soliden Finanzwirtschaft in den letzten Jahren und den leichten Zuwächsen bei den Kirchensteuerzuweisungen an die Kirchenkreise der Westfälischen Landeskirche können wir für das kommende Jahr von einer relativ stabilen Finanzlage ausgehen."

Wachsende Aufwendungen für 37 Kitas in Ahlen, Bönen, Hamm, Werl-Hilbeck und Werne

"Erneut setzt der Kirchenkreis mit über 12 Prozent seiner Kirchensteuerzuweisungen einen besonderen Schwerpunkt bei den 37 evangelischen Kindertageseinrichtungen ", erklärte Verwaltungsleiter Friedrich Disselhoff. Für den Betrieb und die Verwaltung der Kindergärten werden aus Kirchensteuern 1,128 Mio. Euro aufgewendet, die im Rahmen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nicht refinanziert werden. Gegenüber 2012 ist dieser Haushaltsposten noch einmal um rund 100.000 Euro gewachsen.

Entwicklung der Mitgliederzahlen: Rückgang durch demografiche Einflüsse und Wegzüge

Bedingt vor allem durch den demografischen Wandel und Abwanderungsbewegungen setzt sich der Rückgang der Mitgliederzahlen im Evangelischen Kirchenkreis Hamm fort. Wohnten zum Stichtag 31.12.2010 noch 88.399 Evangelische im Kirchenkreis, waren es zum 31.12.2011 nur noch 87.607, was einem Rückgang um 792 entspricht. Dabei handelt es sich bei 275 Personen um Wegzug. In 2011 standen 327 Austritten 109 Eintritte (Verhältnis 1:3) gegenüber. Bis 30.11.2012 waren 234 Austritte und 82 Eintritte zu verzeichnen (Verhältnis 1:2,85).

Partnerschaftsvertrag mit evangelischer HKI-Kirche in Indonesien wird verlängert

Seit 1978 besteht die Partnerschaft zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Hamm und der evangelischen Partnerkirche Huria Kristen Indonesia (HKI) in Indonesien. Unter der Leitung von Superintendent Rüdiger Schuch besuchte im Oktober 2012 eine sechsköpfige Delegation des Kirchenkreises die Partnerkirche, nachdem bereits im August eine Jugenddelegation aus dem Team der Jugendkirche in Indonesien war. Vor dem Hintergrund der Besuchsreisen wird nun turnusgemäß der Partnerschaftsvertrag verlängert. Er legt fest, dass der Kirchenkreis Hamm die HKI jährlich mit 20.000 Euro unterstützt. Zusätzlich sorgen Paten aus dem Kirchenkreis durch ihre Spenden dafür, dass das indonesische Kinderheim Zarfat mit jährlich 18.500 Euro unterstützt wird. Diese Spenden werden für die Ernährung, Kleidung, Bildung und medizinische Versorgung der Kinder eingesetzt. "Wir wollen die Unterstützung für diakonische Projekte durch Spenden und Kollekten weiter ausbauen und suchen dazu auch neue Zarfat-Paten", unterstreicht Superintendent Schuch. "Denn wir haben einmal mehr die große Armut in Indonesien erlebt und gesehen, wie wir mit unserer gezielten Hilfe einen Beitrag zur Selbsthilfe leisten können."

Diakonische Projekte wie Nähkurse und Zarfat-Patenschaft durch Spenden unterstützen

Ein Bespiel dafür sind Nähkurse, die an mehreren Orten in der HKI für Gemeindeglieder angeboten werden. Bei ausgebildeten Schneiderinnen lernen Frauen aus der HKI das Schneidern von Kleidung. Am Ende des Kurses sind die Frauen in der Lage, durch eine Tätigkeit als Schneiderin zum Familieneinkommen beizutragen. Spenden aus dem Kirchenkreis Hamm sollen die HKI in die Lage versetzen, die Personal- und Materialkosten für solche Kurse verlässlich zu finanzieren und somit die Nähkurse verstärkt anbieten zu können.

Zusammensetzung der Synode

Die Kreissynode ist das kirchenleitende Gremium der Evangelischen Kirche im Bereich Ahlen, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne, so zu sagen das Kirchenparlament für rund 87.500 evangelische Christinnen und Christen in der Region. Sie setzt sich zusammen aus 112 gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und Synodalen Dienste (je zur Hälfte so genannte Laien und Pfarrerinnen oder Pfarrer) und berufenen Mitgliedern. Der Kreissynodal-Vorstand wird gewählt und besteht aus dem Superintendenten und seinem Vertreter, dem Schriftführer sowie einem weiteren theologischen Mitglied und fünf "Synodal-Ältesten". Die Synode im Kirchenkreis Hamm tagt in der Regel zweimal im Jahr.

 


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