10-07-12 |  10:12
Grünes Licht für Rettungsversuch der Nicolaikirche

VON: PFR. DR. TILMANWALTHER-SOLLICH

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Sendenhorst hat am Donnerstagabend, 5. Juli, einstimmig für den Vorschlag von Superintendent Rüdiger Schuch zur Rettung der Nicolaikirche in Vorhelm gestimmt. Damit gibt das Presbyterium grünes Licht für den Förderverein der Nicolaikirche, der versuchen möchte, durch die Übernahme der Bewirtschaftung und Unterhaltung den Erhalt der Nicolaikirche zu ermöglichen. "Die Vorschläge des Fördervereins zum Rettungsversuch der Nicolaikirche haben uns überzeugt", sagt Pfarrer Manfred Böning, Vorsitzender des Presbyteriums. "Wir werden mit den uns zur Verfügung stehenden Kräften den Förderverein dabei unterstützen."


Der Beschluss des Presbyteriums im Wortlaut:
Das Presbyterium dankt dem Förderverein für sein großes Engagement und die Bereitschaft, den Unterhalt und die Bewirtschaftung der Nicolaikirche zu übernehmen.

Die Kirchengemeinde hat keine finanziellen Möglichkeiten, die Bewirtschaftung und Unterhaltung der Nicolaikirche zukünftig zu finanzieren. Eine Gemeinde von gut 2300 Gemeindegliedern kann durch Kirchensteuermittel nur ein einziges Kirchengebäude nachhaltig finanzieren. Dies wird nach Beschluss des Presbyteriums die Friedenskirche im zahlenmäßig größeren Gemeindeteil in Sendenhorst (1650 Gemeindeglieder) sein.

Das Presbyterium schließt sich dem Moderationsvorschlag des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises, Rüdiger Schuch, vorgetragen auf der Gemeindeversammlung in der Nicolaikirche am 3. Juli 2012, an und beschließt Folgendes:
Die Kirchengemeinde unterhält und bewirtschaftet die Nicolaikirche bis zum 31. Dezember 2012. Ab dem 1. Januar 2013 übernimmt der Förderverein für die Nicolaikirche den Unterhalt und die Bewirtschaftung der Nicolaikirche. Dazu gehören auch die notwendigen Versicherungsbeiträge, Steuern und Kommunalabgaben. Mieteinnahmen und mögliche Einnahmen aus Veranstaltungen kommen zweckgebunden dem Erhalt der Nicolaikirche zugute. Ab diesem Datum wird die Kirchengemeinde kein Geld aus Kirchensteuermitteln für Unterhalt und Bewirtschaftung der Nicolaikirche beisteuern. Die notwendigen Personalkosten für die Durchführung von 14-täglichen Gottesdiensten in der Nicolaikirche übernimmt die Kirchengemeinde weiterhin.

Die Verantwortung über die Nicolaikirche obliegt weiterhin ausschließlich dem Presbyterium (s. Art. 55 - 57 KO). Mit ihm spricht die Vorsitzende des Fördervereins grundsätzlich geplante Veranstaltungen und notwendige Reparaturen ab und gewährt einmal im Quartal Einsicht in die Einnahmen und Ausgaben für die Nicolaikirche.

Zum 1. Oktober 2013 legt der Förderverein der Nicolaikirche ein Konzept zum nachhaltigen Erhalt der Nicolaikirche für die kommenden drei Jahre dem Presbyterium vor. Anhand dieses Konzeptes beschließt das Presbyterium über die Zukunft der Nicolaikirche.

Das Presbyterium bedauert außerordentlich, dass es nach dem 1. Januar 2013 kein Geld zum Erhalt der Nicolaikirche zur Verfügung stellen kann und gibt zu bedenken, dass eine größere Reparatur, die das Budget des Fördervereins übersteigt, die Schließung der Nicolaikirche nach sich ziehen könnte.

Das Presbyterium dankt auch dem Förderverein der Friedenskirche, da dieser durch sein Engagement u.a. für den Bauunterhalt der Friedenskirche (z.B. Sanierung der Fenster im Gemeindehaus) es erst möglich macht, dass die Personalkosten (Orgel, Verwaltung, Raumpflege) in der Gesamtgemeinde (Friedenskirche und Nicolaikirche) weiterhin durch die Kirchengemeinde getragen werden können.
Das Presbyterium denkt weiterhin intensiv über Einsparungen im Gemeindehaushalt nach, um der erwarteten Deckungslücke durch Mindereinnahmen (Rückgang der Gemeindegliederzahl) entgegenzuwirken.
Das Presbyterium bittet den Förderverein der Nicolaikirche um schriftliche Zustimmung zu diesem Beschluss bis zum 31. August 2012.

 

 

 


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