05-06-12 |  15:02
Pfarrer Egbert Mustroph wird verabschiedet

VON: PFR. DR. TILMAN WALTHER-SOLLICH

HAMM - Am Sonntag, 10. Juni, wird Pfarrer Egbert Mustroph um 10.00 Uhr in einem Familiengottesdienst in der Stephanuskirche Westtünnen (Dietrich-Bonhoeffer-Straße) von der Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet und durch Superintendent Rüdiger Schuch von seinem Pfarramt entpflichtet.


Das Thema des Gottesdienstes, in dem unter anderem der Dietrich-Bonhoeffer-Kindergarten mitwirkt, ist "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt". Im Anschluss ist die Gemeinde zu einem offenen Empfang und zu einem Mittagessen im angrenzenden Gemeindehaus eingeladen.

Pfarrer Egbert Mustroph hat in Westtünnen 37 Jahre lang als Pfarrer gewirkt. "Es war gut, hier zu leben und zu arbeiten", blickt der 65-Jährige nun zurück und lässt sich dabei vom biblischen Bild des Sämanns inspirieren: Die Arbeit in der Kirchengemeinde Westtünnen sei für ihn stets "Arbeit an der Wurzel auf einem Feld gewesen, auf dem ich gerne gearbeitet habe". Als Mustroph 1975 seine Pfarrstelle antrat, war diese zunächst noch Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Rhynern. Von 1984 bis zu ihrer Vereinigung mit der Kirchengemeinde Mark im Juli 2011 war die Kirchengemeinde Westtünnen rechtlich selbstständig. "Es war für mich eine reizvolle Aufgabe, hier dabei mitzuhelfen, das Gemeindeleben aufzubauen und zu erleben, wie die Gemeinde wuchs und sich veränderte", sagt der Seelsorger. "Dabei war mir immer wichtig, dass wir eine einladende Gemeinde sind: offen für jeden und mit einer freundlichen und familiären Atmosphäre, in der die Botschaft Jesu Christi im Mittelpunkt steht."

Maßgeblich, so Mustroph weiter, seien für seine pastorale Tätigkeit nicht spezielle theologische Konzepte gewesen, sondern die Menschen in der Gemeinde und ihre Bedürfnisse. So beteiligte er sich auch an der Planung der 1981/82 erbauten Stephanuskirche und achtete darauf, dass sie als "Gemeindekirche" und nicht als "Repräsentationsbau" entstand. Die vielen Spenden, durch die unter anderem die Bestuhlung, das Bronzekreuz, die Orgel und das Taufbecken angeschafft werden konnten, bestätigten, dass dies gelang. Mustroph: "Die Gemeinde hat sich hier im Laufe der Zeit ihr Gewand geschneidert, und ich habe sie dabei begleitet." Besonders dankbar sei er, dass seine Frau Claudia ihn hierbei sehr unterstützt hat. "Meine Frau hat in all der Zeit immer stark mitgezogen - in diesem Sinne war unser Haus wirklich ein evangelisches Pfarrhaus im traditionellen Sinne."

Tradition hat für Egbert Mustroph auch an anderer Stelle eine hohe Bedeutung. Als Pfarrerssohn in der Mark aufgewachsen, ist der 1947 in Hamm geborene Theologe mittlerweile in der vierten Generation Pfarrer. Ein freiwilliges diakonisches Halbjahr bei den von Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld-Bethel hatte ihn 1966/67 darin bestärkt, nicht Kunstgeschichte oder Medizin zu studieren, sondern Evangelische Theologie. Dieses Studium führte ihn über Tübingen und Marburg schließlich nach Münster. Die praktische Berufsausbildung im Vikariat absolvierte er von 1972 bis 1974 in Dortmund-Eving. "Das war damals eine bewusste Entscheidung, nach der eher bürgerlichen Mark eine Bergarbeitergemeinde kennen zu lernen", erinnert sich Mustroph, der auch anschließend seine Zeit als damals so genannter Hilfsprediger in Bottrop-Eigen verbrachte. Als Pfarrer der Kirchengemeinde Westtünnen war er im Kirchenkreis Hamm unter Superintendent Ernst August Draheim 16 Jahre lang Schriftführer (Scriba) im Kreissynodalvorstand.
Im Ruhestand möchten Claudia und Egbert Mustroph nun nach Schleswig-Holstein ziehen, um so näher bei ihren drei Kindern und ihren Enkelkindern zu sein. "Ich freue mich darauf, Zeit zu haben für meine Familie und Freunde und für mein Hobby, die Kunst, insbesondere die Bildhauerei mit Holz und Stein", wirft Egbert Mustroph einen Blick in die Zukunft.

 

 


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