13-11-12 |  12:07
Anteilnahme und Solidarität: Offener Brief an die Hindu-Gemeinde

HAMM - Mit einem offenen Brief hat Superintendent Rüdiger Schuch im Namen der evangelischen Christinnen und Christen im Kirchenkreis Hamm Hindu-Priester Arumugam Paskaran, seiner Familie und den Mitgliedern des Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V. nach dem brutalen Überfall in der Nacht vom 9. auf den 10 November am Montag, 12. November 2012, seine Anteilnahme und Solidarität ausgedrückt. Angesichts der aufschreckenden Erinnerungen an die Judenpogrome des 9. November 1938 versichert der theologische Leiter des Kirchenkreises, dass sich die evangelischen Christen mit der Hindu-Gemeinde in der Ehrfurcht vor der Religion verbunden wissen und sich auch weiterhin für die Freiheit der Religionsausübung einsetzen werden. In diesem Sinne bittet er die Verantwortlichen um eine besonnene, umfassende und nachhaltige Aufklärung des Überfalls.

 


Der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Paskaran,
sehr geehrte Mitglieder des Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V.,

mit großer Bestürzung haben wir von dem Überfall auf Sie, die Familie Paskaran, und auf den Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel am vergangenen Wochenende erfahren. Wir möchten Ihnen im Namen der evangelischen Christinnen und Christen im Kirchenkreis Hamm unsere tiefe Anteilnahme und Solidarität zum Ausdruck bringen.
Der brutale Überfall, die Bedrohung und Misshandlung der Priesterfamilie und die Schändung des Tempels in der Nacht vom 9. auf den 10. November wecken aufschreckende Erinnerungen an die Judenpogrome des Jahres 1938 bei uns. Dabei stellt sich für uns nicht nur die Frage, ob wirklich ausschließlich kriminelle und nicht auch politische Motive zu den abscheulichen Taten geführt haben. Unabhängig von diesen noch zu klärenden Fragen müssen wir feststellen, dass der Tathergang in jedem Fall eine erschreckende Missachtung der Religion und ihrer Vertreter verrät.
Wir wissen uns mit Ihnen und Ihrer Gemeinde verbunden in der Ehrfurcht vor der Religion und werden uns weiter für die bedingungslose Freiheit der Religionsausübung einsetzen. In diesem Sinne bitten wir alle Verantwortlichen um eine besonnene, umfassende und nachhaltige Aufklärung des Überfalls.
In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei Ihnen, Ihrer Familie und Ihrer Gemeinde!

Ihre

Rüdiger Schuch
Superintendent

Kerstin Goldbeck
Synodalassessorin

Dr. Tilman Walther-Sollich
stellvertr. Synodalassessor


        
      

 


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