31-10-12 |  10:32
Erinnerungsgottesdienst für früh verstorbene Kinder

HAMM - Ein ökumenischer Erinnerungsgottesdienst für alle, die um ein Kind trauern, findet am Freitag, 9. November, um 10.00 Uhr auf dem Kommunalfriedhof an der Birkenallee in Hamm statt.


Der Gottesdienst richtet sich an alle Eltern und Familienangehörigen, die in diesem Jahr den "Tod am Anfang des Lebens" erleben mussten. Darüberhinaus sind auch Eltern und Angehörige angesprochen, die vor längerer Zeit ein Kind verloren haben, um das sie trauern.

"Immer noch sind Fehl- oder Frühgeburten in unserer Gesellschaft ein Tabu", weiß Pfarrerin Renate Gumprich. Als Seelsorgerin im Evangelischen Krankenhaus Hamm (EVK) macht sie häufig die Erfahrung, dass sich betroffene Mütter und Väter in ihrer Trauer allein gelassen fühlen, weil ein tot geborenes Kind nach Meinung Vieler noch keinen Einfluss auf die Familie und die Eltern hatte. "Aber schon wenige Wochen einer Schwangerschaft erzeugen eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind und wirken sich auf das Leben in der Partnerschaft und Familie aus. Umso tragischer ist es, wenn die Schwangerschaft zu einem frühen Zeitpunkt oft unvorbereitet und unerklärlich endet", erläutert Krankenhauspfarrerin Gumprich.

Erst seit wenigen Jahren ist es üblich, auch tot geborene Kinder mit weniger als 500 Gramm Geburtsgewicht in einem Gottesdienst zu verabschieden und anschließend zu bestatten. "Wir möchten den Eltern und Angehörigen so nicht nur die Möglichkeit geben, sich noch einmal von ihrem Kind zu verabschieden und es zu bestatten , sondern wir bieten ihnen auch Hilfe an, den Verlust zu verarbeiten und dem Leben wieder Sinn zu geben ohne das verlorene Kind zu vergessen", sagt Renate Gumprich. Auch Eltern, die ihre Kinder schon vor längerer Zeit verloren haben - nicht nur durch Fehl- oder Frühgeburt, sondern womöglich auch durch einen Unfall - sind daher zu dem Gottesdienst eingeladen um sich zu erinnern und zu trauern.
Im Anschluss an den Gottesdienst werden die fehl- und frühgeborenen Kinder, die in den letzten zwölf Monaten in einem der beteiligten Hammer Krankenhäuser während einer so genannten "Stillen Geburt" zur Welt kamen, in einem Sammelgrab beigesetzt. Die St.-Barbara-Klinik, das St.-Josef-Krankenhaus und das Evangelische Krankenhaus Hamm haben sich dazu verpflichtet diese Kinder bestatten zu lassen. Damit geben sie den trauernden Angehörigen auf dem Friedhof an der Birkenalle eine Möglichkeit und einen Ort, an dem sie in besonderer Weise an ihr Kind denken können. In diesem Jahr wird der Gottesdienst und die anschließende Bestattung von den Seelsorgerinnen des EVK vorbereitet und durchgeführt.
Weitere Informationen:
Pfarrerin Renate Gumprich, Evangelisches Krankenhaus Hamm, Telefon (0 23 81) 5 89-12 09.

 


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