10-09-12 |  11:58
Lebendige, einladende Gemeinde

VON: PFR. DR. TILMAN WALTHER-SOLLICH

"Wir haben in dieser Woche eine lebendige, einladende Gemeinde mit vielfältigen Angeboten für alle Altersgruppen erlebt", fasst Superintendent Rüdiger Schuch bei der Gemeindeversammlung im Gellert-Haus zum Abschluss der Visitation in der Evangelischen Kirchengemeinde Heessen die ersten Eindrücke der Visitationswoche zusammen.


"Ein besonderer Schatz ist das große, mit viel Herzblut betriebene ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Die Vielfalt der Veranstaltungsformen ermöglicht es den Gemeindemitgliedern hier in Heessen in besonderer Weise, in Gemeinschaft mit anderen ihren Glauben zu leben." Besonders am Gellert-Haus gelingt es nach dem Eindruck des 32-köpfigen Visitationsteams unter der Leitung von Superintendent Schuch, durch gezielte Angebote wie die Kinderkirche, den Familientreff oder auch das Public Viewing bei der Fußball-EM junge Familien anzusprechen. Mit der Versöhnungskirche in ihrer starken spirituellen Ausstrahlung hat die Gemeinde zugleich einen Ort, den sie für verschiedene Gottesdienstformen und Konzerte nutzt und den sie in den letzten Jahren in gelungener Weise auch durch die künstlerische Ausgestaltung aufgewertet hat.

Strukturveränderungen durch den demografischen Wandel weiter aktiv gestalten
"Uns ist allerdings auch aufgefallen, dass die beiden Pfarrbezirke Gellert-Haus und Versöhnungskirche noch immer relativ eigenständig sind", nimmt der leitende Theologe des Kirchenkreises Hamm Bezug auf die Strukturveränderungen, die die Gemeinde in den letzten zehn Jahren bewältigt hat. Seit dem Wegfall der dritten Pfarrstelle in 2002 und der Schließung des Gemeindezentrums Dasbeck im Frühjahr 2011 sei es der Gemeinde gut gelungen, die notwendigen Anpassungen an die zurückgehende Zahl der Gemeindemitglieder aktiv zu gestalten. "Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, dass sich die ehemals sehr selbstständigen Pfarrbezirke noch stärker aufeinander zu bewegen und wirklich zu einer Gemeinde zusammenwachsen." Die demografische Entwicklung werde zudem in den nächsten zehn bis 15 Jahren dazu führen, dass die Kirchengemeinde Heessen dauerhaft nur noch eine Einpfarrstellengemeinde sein werde, die auch nur noch ein Gemeindezentrum unterhalten kann. "Wir empfehlen dem Presbyterium, sich dieser mittelfristigen Perspektive schon jetzt zu stellen und gemeinsam mit der gesamten Gemeinde in aller Besonnenheit und Sorgfalt die zukünftige Gestalt der Gemeinde zu entwickeln. Denn die Entscheidungen darüber trifft allein die Gemeinde. Der Kirchenkreis bietet jedoch seine Beratung und Unterstützung dazu an", so Schuch weiter. Die Kirchengemeinde Heessen hat seit 1990 (6024 Gemeindemitglieder) bis Ende 2011 (4655) 1369 Gemeindemitglieder verloren. Hauptursache dafür ist der demografische Wandel. So verkleinert sich die Gemeinde pro Jahr um durchschnittlich 65 Gemeindeglieder, rund ein Viertel davon durch Wegzug. Die Prognose bis 2030 geht von dann nur noch 3775 evangelischen Gemeindemitgliedern aus.

Besuch von knapp 60 Gemeindeveranstaltungen in der Visitationswoche
Unter der Leitung von Superintendent Rüdiger Schuch hat das 32-köpfige Visitationsteam des Kirchenkreises Hamm, zu dem der Kreissynodalvorstand und Fachleute aus den verschiedenen kirchlichen Arbeitsbereichen gehören, in der Woche vom 2. bis 9. September knapp 60 Gemeindeveranstaltungen besucht. Die regelmäßige Visitation, die in Heessen zuletzt 1995 stattfand, dient der gegenseitigen Wahrnehmung von Kirchengemeinde und Kirchenkreis. Im Vordergrund steht die kollegiale Beratung - anders als in früheren Zeiten, als Visitationen seit ihrer Einführung in der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert vor allem der Kirchenaufsicht dienten. Schwerpunktthemen der Visitation waren auf der Grundlage der in der Gemeindekonzeption formulierten Ziele die Arbeit mit Konfirmanden, die Gottesdienste und Kindergottesdienste und die Erwachsenenbildung.

 

 

 

 


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