18-03-13 |  11:52
Vielseitige und einladende Gemeindearbeit

VON: PFR. DR. TILMAN WALTHER-SOLLICH

"Wir haben in dieser Woche eine sehr vielseitige und einladende Gemeinde mit vielen Gruppen, einfühlsamer Seelsorge und lebendiger Verkündigung erlebt", fasst Superintendent Rüdiger Schuch bei der Gemeindeversammlung im Bodelschwingh-Haus zum Abschluss der Visitation in der Evangelischen Kirchengemeinde Bönen die ersten Eindrücke der Visitationswoche zusammen.


"Ein besonderer Schatz ist das große Angebot der Kirchenmusik, das von traditionellen bis zu modernen Formen reicht und für so gut wie alle Altersgruppen ansprechende Möglichkeiten zur Beteiligung eröffnet. Hier sind ebenso wie in den anderen Bereichen der Gemeinde unzählige Ehrenamtliche engagiert, deren Einsatz nicht hoch genug geschätzt werden kann." Ein Schwerpunkt der Visitation sei auf Wunsch des Presbyteriums auch das gottesdienstliche Leben gewesen. "Nicht nur im traditionellen Sonntagsgottesdienst, sondern besonders auch in den seit 2010 neu eingeführten neuen Andachtsformen macht die Gemeinde zeitgemäße spirituelle Angebote für alle Generationen", betont der theologische Leiter des Kirchenkreises. Mit den sorgfältig abgestimmten, vielfältigen Gottesdienstformen, so Schuch weiter, sei es überzeugend gelungen der Gemeinde einen theologischen Mittelpunkt zu geben und die Zahl der Gottesdienstbesucher zu steigern. Dabei habe das Visitationsteam den Eindruck gewonnen, dass in Bönen und den zugehörigen Dörfern die Kirche "im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Dorf" steht: "Auch das gesellschaftliche, diakonische und soziale Engagement der Gemeinde und insbesondere der Pfarrschaft erfährt von allen Seiten große Wertschätzung." Dies hätten die Gespräche mit den Schulen, mit Vertretern der örtlichen Vereine und der Politik bestätigt.

Gemeinde im Umbruch hat Teil am aktuellen gesellschaftlichen Wandel
"Zugleich ist die Kirchengemeinde Bönen unverkennbar eine Gemeinde im Umbruch", fährt Superintendent Schuch fort. Der demografische und gesellschaftliche Wandel, der auch eine veränderte Beteiligung an kirchlichen Angeboten nach sich zieht, mache sich überall von der Kinder- und Jugendarbeit bis zur Seniorenarbeit bemerkbar. So finde wie generell in der Evangelischen Kirche auch in Bönen die auf regelmäßige Teilnahme angelegte Gruppenarbeit immer weniger Resonanz, wogegen zeitlich begrenzte Projekte gut angenommen werden. Zudem werde die demografische Entwicklung in den nächsten zehn bis 15 Jahren zu einem stetigen Rückgang der Gemeindegliederzahlen und der Finanzen führen. Von aktuell 7.821 Gemeindemitgliedern wird die Gemeinde Prognosen zufolge bis 2020 auf 7.150 und bis 2030 sogar auf nur noch 6.400 Gemeindemitglieder schrumpfen. Damit einhergehend wird ein Rückgang der Finanzkraft um 50 Prozent bis 2030 erwartet. "Vor diesem Hintergrund empfehlen wir der Gemeinde, in den nächsten eineinhalb Jahren ein Gebäudekonzept zu entwickeln. Zu klären ist, mit wie vielen und welchen Gebäuden sie sich langfristig zukunftsfähig aufstellen und eine Unterdeckung des Haushalts vermeiden kann. Die Entscheidungen darüber trifft allein die Gemeinde. Der Kirchenkreis bietet jedoch seine Beratung und Unterstützung an", unterstreicht Schuch. Dabei sollte geprüft werden, ob die kirchlichen Orte auch durch die Kommune, andere Vereine und Institutionen genutzt und finanziert werden können. Beim Gebäudebestand zu handeln eröffne der Gemeinde Freiräume für Investitionen in die inhaltliche Gestaltung der Gemeindearbeit, wozu er nur ermutigen könne.

Besuch von rund 60 Gemeindeveranstaltungen in der Visitationswoche
Unter der Leitung von Superintendent Rüdiger Schuch hat das 36-köpfige Visitationsteam des Kirchenkreises Hamm, zu dem der Kreissynodalvorstand und Fachleute aus den verschiedenen kirchlichen Arbeitsbereichen gehören, in der Woche vom 10. bis 17. März rund 60 Veranstaltungen besucht. Die regelmäßige Visitation, die in Bönen zuletzt 2002 stattfand, dient der gegenseitigen Wahrnehmung von Kirchengemeinde und Kirchenkreis. Im Vordergrund steht die kollegiale Beratung - anders als in früheren Zeiten, als Visitationen seit ihrer Einführung in der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert vor allem der Kirchenaufsicht dienten. Schwerpunktthemen der Visitation waren auf der Grundlage der in der Gemeindekonzeption formulierten Ziele die Kinder- und Jugendarbeit, die Gottesdienstangebote und die Gebäudestruktur.

 

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