28-05-14 |  08:04
Ökumenischer Gottesdienst am 6. Juni

Am Freitag, 6. Juni, um 19 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamm (ACK) zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Pauluskirche Hamm ein. Unter dem Motto "Stadt. Land. Kirche. Spiritualität in Zeiten des Umbruchs" predigt Prof. Dr. Johannes Reimer, Professor für Missionswissenschaften an der Universität von Südafrika und Dozent für Missiologie am Theologischen Seminar des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Ewersbach.


Weitere Mitwirkende sind der Chor der Evangelisch Methodistischen Kirche Hamm und Kantor Heiko Ittig (Orgel). Zu aktuellen Herausforderungen der Ökumene nehmen Gemeindereferentin Hildegard Goclik (Vorsitzende der ACK Hamm) und Pfarrer Edgar L. Born (stellvertretender Vorsitzender) Stellung.

Ihr Thema heißt "Spiritualität in Zeiten des Umbruchs". Sind Gottesdienste noch das passende Format dafür - oder brauchen die Kirchen heute ganz andere Formen von Spiritualität?

Goclik: Die Menschen suchen nach Spiritualität, um vom hektischen Alltag abzuschalten. Da bieten die Kirchen einen sehr großen Schatz von unterschiedlichen Formen an, besonders auch mit Ruhe, Stille und Meditation. Leider ist das vielen gar nicht bewusst. Wir informieren da gerne. Jeder ist willkommen.
Born: Gottesdienst ist beides: Suche des Menschen nach Sinn, nach Vergewisserung und Suche Gottes nach dem Menschen. Beide Suchbewegungen können sich freilich auch im Alltag ereignen. Spiritualität hat viele Ausdrucksformen.

Untersuchungen zeigen, dass die konfessionelle Bindung gerade für die junge Generation immer unwichtiger und undeutlicher wird. Wie soll Kirche darauf reagieren?

Goclik: Indem wir als Kirche eine große Kontinuität zeigen in einer Gesellschaft, die immer mehr fordert und sich immer schneller verändert. In Krisenzeiten sind die Kirchen aber da und begleiten die Menschen. Und auch in den Lebenswenden zeigen die Kirchen große Offenheit. Das gibt Menschen Halt.

Born: Abnehmende konfessionelle Bindung ist nicht nur zu bedauern, sie kann auch eine Offenheit enthalten, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Spiritualität hat es aber auch mit der Suche nach Identität und Zugehörigkeit zu tun. Deshalb: als Kirchen klar erkennbar sein, sich einmischen, Partei ergreifen für Menschen, die ausgegrenzt werden.

Worin besteht für Sie aktuell die wichtigste Aufgabe für die Ökumene?
Goclik: Auf jeden Fall in mehr Zusammenhalt der Kirchen in einer säkularen Gesellschaft. Noch mehr gegenseitige Offenheit und Toleranz, besonders für konfessionsverschiedene Paare und Familien, deren Zahl steigt. Diese haben es immer noch sehr schwer. Da spreche ich aus eigener Erfahrung mit meinem evangelischen Mann.
Born: Als Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen setzen wir uns dafür ein, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugung friedfertig miteinander leben. Ein Leitbild ist die versöhnte Vielfalt. Dabei ist wichtig, dass wir uns wirklich für den Anderen interessieren ohne uns vor der Andersartigkeit zu fürchten. Und: miteinander Gottesdienst feiern.

Hildegard Goclik ist Gemeindereferentin in der Pfarrei Jesus Christus Lippetal und wohnt im Hammer Westen. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.
Pfarrer Edgar L. Born ist Aussiedlerbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen und wohnt in Hamm-Berge. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

 

 

 

 


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