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Verabschiedung von Diakon Matthes Mustroph

Mit einem feierlichen Gottesdienst wird am Sonntag, 18. Mai, um 17.00 Uhr Diakon Matthes Mustroph in der Friedenskirche Wiescherhöfen (Friedhofsweg 60, 59077 Hamm) in den Ruhestand verabschiedet.

Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Empfang im benachbarten Gemeindehaus.

Diakon Matthes Mustroph war seit 1983 im Evangelischen Kirchenkreis Hamm. Nachdem er zunächst acht Jahre in der Jugendarbeit tätig gewesen ist, übernahm Mustroph im Mai 1991 die Aufgabe, die Seelsorge- und Beratungsstelle der Evangelischen Kirche in der damaligen Bundeserstaufnahme für Spätaussiedler in Hamm aufzubauen. Seither stand die Arbeit mit russlanddeutschen Spätaussiedlern im Mittelpunkt seiner Arbeit. 1999 wurde diese Aufgabe organisatorisch der Aussiedlerabeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen zugeordnet. Der Dienstsitz blieb jedoch weiter in Hamm, bis die Aussiedlerarbeit vor rund drei Jahren in das Institut für Kirche und Gesellschaft der Westfälischen Landeskirche in Schwerte-Villigst integriert wurde.

"Durch den persönlichen Kontakt zu vielen Spätaussiedlern und die vielfältige Beratungsarbeit habe ich Einblicke in die Höhen und Tiefen ihrer Lebensschicksale erhalten, die mir sehr wertvoll sind", blickt Diakon Mustroph dankbar zurück. "Dabei habe ich großen Respekt vor der Lebensleistung der Menschen gelernt, die hier in Deutschland so zu sagen ein zweites Leben begonnen und aufgebaut haben." Aber nicht nur in der Beratung, sondern auch in Fachgremien von Politik und Kirche hat Mustroph mitgearbeitet. Daneben hat er im Kirchenkreis Hamm auch bei der Jelsk-Patenschaft mitgearbeitet. Nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 hat sich die Jelsk-Patenschaft seit 1992 zur Aufgabe gemacht, zwei Schulen in der weißrussischen Stadt Jelsk zu unterstützen, die nur 70 Kilometer vom Unglücksreaktor Tschernobyl entfernt liegt. Regelmäßig wird Kindern aus Jelsk durch Spenden der Jelsk-Patenschaft ein Erholungsurlaub in Deutschland ermöglicht, der in den letzten Jahren von Matthes Mustroph mit organisiert wurde.

Diakon Matthes Mustroph wurde 1954 als Pfarrerskind in Hamm geboren. Der 59-Jährige wuchs im Pfarrhaus der Evangelischen Kirchengemeinde Mark auf. Von 1973 bis 1977 wurde er in der Diakonenanstalt Nazareth in Bielefeld-Bethel zum Diakon ausgebildet. 1987 bis 1993 studierte Mustroph an der Evangelischen Fachhochschule Bochum berufsbegleitend Diplom Sozialarbeit. Mustroph ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Jetzt plant er den Umzug auf den Bauernhof seiner Schwiegereltern im so genannten "Sternenpark" des Naturschutzgebietes Westhavelland in Brandenburg. "Ich freue mich, wieder Zeit für meine Familie zu haben, mit meinen Enkelkindern zu spielen und natürlich auch meine Hobbies zu pflegen", sagt Mustroph. In seiner Freizeit sammelt, restauriert und fährt er alte Autos, Motorräder, Traktoren und Boote. Daneben engagiert er sich im Förderverein zur Erhaltung alter Dorfkirchen in Berlin/Brandenburg und möchte in der dortigen Landeskirche auch weiterhin für die Belange von Spätaussiedlern Partei ergreifen.

 

 


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