25-06-15 |  11:41
Kirchenkreis trauert um Superintendent i.R. Ernst-August Draheim

VON: PFR. DR. TILMAN WALTHER-SOLLICH

"In Trauer und großer Dankbarkeit für sein vielfältiges und segensreiches Wirken nehmen wir Abschied von unserem Altsuperintendenten Ernst-August Draheim", formuliert Superintendent Frank Millrath stellvertretend für den ganzen Kirchenkreis Hamm die tiefe Anteilnahme, die die Nachricht von Draheims Tod bei Kollegen, Mitarbeitenden und Wegbegleitern hinterlassen hat.

Ernst-August Draheim war von Mai 1975 bis September 1998 hauptamtlicher Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hamm. Er war am 30. Juni 1963 in der Pauluskirche Hamm durch den damaligen Superintendenten Helmut Barutzky zum Dienst an Wort und Sakrament ordiniert worden. Der gebürtige Westfale (Jahrgang 1935) wuchs in Altena auf. Nach dem Theologiestudium in Bielefeld-Bethel absolvierte er 1960 sein erstes Theologisches Examen und nahm anschließend in der Kirchengemeinde Wetter-Freiheit, Dortmund und Hamm seine praktische Ausbildung im Vikariat auf. Im Kirchenkreis Hamm war er nach dem zweiten Examen bis 1964 als Hilfsprediger eingesetzt, bevor er in die damalige 9. Pfarrstelle der Kirchengemeinde Hamm im Bezirk Apostelkirche gewählt wurde. Knapp neun Jahre war er hier Gemeindepfarrer und wirkte unter anderem 1967 an der Erbauung der Apostelkirche in Hamm Westen mit, bevor ihn die Kreissynode Hamm 1975 in das Amt des Superintendenten wählte.

Als theologischer Leiter des Kirchenkreises Hamm hat Ernst-August Draheim eine intensive Zeit des Aufbaus wesentlich mitgestaltet. So fielen in seine Amtszeit viele wegweisende Entscheidungen, die bis heute das Profil der Evangelischen Kirche in Hamm und Umgebung prägen. Unter anderem wirkte Ernst-August Draheim an der Gründung der Ökumenischen Telefonseelsorge in Hamm mit. Unter seiner Leitung wurden das Friedrich-von-Bodelschwingh-Haus in Hamm-Osten (1972), das Gemeindezentrum Dasbeck in Heessen (1981), die Stephanuskirche in Westtünnen (1982), das Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum in Walstedde (1987) und das Katharina-Luther-Centrum in Bockum-Hövel (1989) erbaut. Auch die Nicolaikirche in Ahlen-Vorhelm und mehrere Gemeindehäuser wurden in Draheims Amtszeit, die durch stetig wachsende Kirchensteuermittel geprägt war, erbaut. Ernst-August Draheim war über viele Jahre nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Darüber hinaus war Draheim, zum Teil noch im Ruhestand, in verschiedenen kirchlichen und diakonischen Aufsichtsräten aktiv, so unter anderem für die Evangelische Darlehnsgenossenschaftsbank mit Sitz in Münster, das Evangelische Krankenhaus Hamm, das Evangelische Perthes-Werk in Münster, den Vorstand des Diakonischen Werkes Westfalen (Landesverband) und die Evangelische Krankenhausgesellschaft in Rheinland und Westfalen. 

In den letzten Jahren hatte sich Ernst-August Draheim, der an den Folgen einer chronischen Erkrankung litt, aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der Vater von zwei Kindern und mehrfache Großvater lebte bis zuletzt mit seiner Ehefrau Lore in Hamm.

 

 

 

 


Kirchenbüro
Evangelischer Kirchenkreis Hamm
Kirchenbüro
Martin-Luther-Str. 27 b
59065 Hamm

Telefon (0 23 81) 142-142
Telefax (0 23 81) 142-100

infohamnoSpam@kirchenkreis-hamm.de
Superintendent
Frank Millrath
Martin-Luther-Str. 27 b
59065 Hamm

Sekretariat
Silke Störmer
Telefon (0 23 81) 142-127
Telefax (0 23 81) 142-187

postnoSpam@kirchenkreis-hamm.de
Besondere Angebote


Partner


Social Media