Bewusst evangelisch - "Evangelisch aus gutem Grund"
 
 

Die Erkennbarkeit des volkskirchlichen Handelns und die Verständigung darüber, was es heißt Mitglied der Evangelischen Kirche zu sein, sind das Ziel des Kommunikationskonzeptes "evangelisch aus gutem Grund".
1995 in der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) begonnen, ist "evangelisch aus gutem Grund" 1996 auch in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg eingeführt worden. Weitere Landeskirchen wie die Evangelische Kirche Anhalts , teilweise die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers oder auch Kirchenkreise wie der Kirchenkreis Kaufungen (Evangelische Kirche in Kurhessen-Waldeck ) haben ebenfalls das Konzept übernommen. In der Westfälischen Landeskirche war im August 1999 der Kirchenkreis Bochum der erste, der das so genannte Facettenkreuz als offizielles Erkennungszeichen des Kirchenkreises übernahm. Im Sommer 2001 haben die Kirchenkreise Hamm und Lübbecke sich ebenfalls angeschlossen. Die Westfälische Landessynode im November 2001 hat den Gemeinden und Kirchenkreisen empfohlen, den Reformprozess "Kirche mit Zukunft" mit dem Konzept "evangelisch aus gutem Grund" inhaltlich weiter zu führen.

Idee und Inhalt des Kommunikationsprojektes drücken sich konzentriert durch das Logo "Facettenkreuz" und den Slogan "evangelisch aus gutem Grund" aus.

Die Idee
1. Identität
Trotz großer Mühe, viel Liebe und hoher Anstrengung gelingt es der Evangelischen Kirche offensichtlich nicht gut genug, nach außen deutlich zu machen, warum es sie überhaupt gibt, wer sie ist, was sie tut und wozu sie gut und nötig ist. Christlicher Glaube und Evangelische Kirche schwinden mehr und mehr aus dem alltäglichen Bewusstsein unserer Mitmenschen - eine Spätfolge wird im Kirchenaustritt deutlich.

2. Evangelisches Profil
Durch die Identitätsbildung wollen wir dahin kommen, unser evangelisches Profil zu schärfen. Dieses sind wir den Menschen, ja der Öffentlichkeit schuldig. Wenn wir das nicht bieten können, braucht es uns als eigenständige Religionsgemeinschaft nicht zu geben.

Schärfung des Profils bedeutet nicht Abwertung derjenigen, die anders sind. Gesucht wird, was wir authentisch glauben, leben und begründen können. Dieser Prozess kann für eine ehrliche Ökumene nur von Vorteil sein.
Der Mensch muss heute ständig unter tausend Dingen auswählen. Das gilt nicht nur für Essen, Mode und Freizeitbeschäftigungen, sondern auch für Weltanschauungen und Religionen. Gewählt werden kann aber nur, was ein eigenes, überzeugendes Profil hat.

3. Dialog nach innen und außen
Bezogen auf einen gemeinsamen Grund, auf eine Art Kern des Glaubens, müssen Identität und Profil immer wieder neu regional und lokal entwickelt werden. Der Dialog nach innen beinhaltet die Frage: "Evangelisch - aus welchen guten Gründen?" und wird von den Mitgliedern der Kirche geführt.
Zugleich müssen auch die Gespräche nach draußen geführt werden. Wir geben uns mit dem Logo überall zu erkennen und provozieren zum Dialog durch den Slogan "evangelisch aus gutem Grund".

Über die zentrale Frage der Identität (Gründe, Ziele und Motivation) kann man gerade mit denjenigen, die (noch) nicht und nicht (mehr) automatisch zur Evangelischen Kirche gehören, in spannende Gespräche kommen. Die wohlwollend Distanzierten sind dafür erstaunlich aufgeschlossen. Manche scheinen geradezu darauf zu warten, dass die Evangelische Kirche und ihre Mitglieder Flagge zeigen.

Das Logo
Das Logo macht deutlich und einprägsam auf evangelische Gemeinden und Einrichtungen aufmerksam. Das Logo mit dem Kreuz in der Mitte ist Symbol für die vielgestaltige Evangelische Kirche. Das Logo sorgt an Gebäuden, auf Veröffentlichungen, auf Plakaten und in Gemeindebriefen dafür, dass man die Evangelische Kirche an jedem Ort wiedererkennt. Die verschiedenen Arbeitsformen und Aufgabenfelder von Kirche und Diakonie zeigen sich in ihrer Zentrierung um das Kreuz. Damit wird klar: wo das (lila) Logo ist, da ist die Evangelische Kirche.

Der Slogan
Zusammen mit dem Logo weist der Slogan auf die Evangelische Kirche und ihre Arbeit hin: "evangelisch aus gutem Grund". Dieser Slogan soll in der Kirche zur Diskussion über die eigenen Arbeitsschwerpunkte anregen und dazu ermuntern, das Profil der evangelischen Gemeinden zu klären und daraus Konsequenzen für den Alltag zu ziehen. Logo und Slogan fordern die Mitglieder der Evangelischen Kirche dazu heraus, über ihren Glauben mehr als bisher miteinander zu reden und diesen zu leben. Mehr Leute sollen aus freien Stücken sagen: "Ja, ich bin evangelisch. Ich bin zusammen mit anderen Menschen bei einer guten Sache engagiert. Wir sind evangelisch aus gutem Grund."

"Corporate Identity"
Mit "evangelisch aus gutem Grund" begibt sich die Kirche auf den Weg zur bewussten Ausbildung eines "gemeinsamen Selbstverständnisses", in der Wirtschaft als "Corporate Identity" bekannt. Es gibt Antwort auf die Fragen "Wer sind wir?" (Wesen und Auftrag der Kirche), "Wo stehen wir?" (realistische Bestandsaufnahme), "Wohin wollen wir?" (konkrete Ziele der kirchlichen Arbeit) und äußert sich im Erscheinungsbild ("Corporate Design"), in der Kommunikation und im Verhalten.

Materialien
Verschiedene Materialien sind im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises Hamm einsehbar und zu erwerben.
Weiterführende Literatur:
"Typisch evangelisch? Konfessionelle Profilierung in der Diskussion", hrsg. von Leonore Siegele-Wenschkewitz (Arnoldshainer Texte 105), Frankfurt/Main 1998, ISBN 3-86137-780-2, 17,80 Euro.

Internet:
zum Beispiel:
www.kirchenkreis-bochum.de, www.evlka.de und www.ekhn.de
Dr. Tilman Walther-Sollich 10/2009

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