Finanzen 2016/2017
 

Haupteinnahmequelle des Kirchenkreises Hamm ist die Zuweisung von Kirchensteuern .
Darüber hinaus erhält der Kirchenkreis Hamm sachgebundene öffentliche Refinanzierungen.
Diese beruhen auf dem Subsidiaritätsprinzip: Sozialstaatliche Aufgaben sollen nach Möglichkeit nicht durch den Staat selbst, sondern durch unterschiedliche soziale Träger erfüllt werden.

  • Gesamtvolumen 36,5 Mio. einschließlich Refinanzierungen

Das Gesamtvolumen aller Haushalte 2017 einschließlich Refinanzierungen beträgt rund 36,5 Mio. Euro ohne die Haushalte der Kirchengemeinden, zu denen auch die Friedhofshaushalte gehören. Diese werden von den Kirchengemeinden aufgestellt und liegen dort zur Einsichtnahme bereit. [mehr]

  • Zuwachs der Kirchensteuern auf 10,54 Mio. Euro

Die Finanzplanung 2017 für den Kirchenkreis Hamm geht gegenüber dem Haushalt 2016 von einem Zuwachs der Kirchensteuerzuweisung um 549.802 Euro auf 10,54 Mio. Euro aus. Aus der Ausgleichsrücklage sollen 141.000 Euro entnommen werden. [mehr]

  • Aufwendungen für die Kitas steigen auf 1,277 Mio. Euro

Auch 2017 setzt der Kirchenkreis mit mehr als 12 Prozent seiner Kirchensteuerzuweisungen einen besonderen Schwerpunkt bei den 37 evangelischen Kindertageseinrichtungen. [mehr]

  • Jahresabschluss 2015 mit einem Plus für die Gemeindearbeit

Durch eine Mehrzuweisung von 867.566 Euro an Kirchensteuern und verschiedene Minderausgaben konnte das Haushaltsjahr 2015 mit einem Plus abgeschlossen werden. [mehr]

  • Realer Rückgang der Kirchensteuern um über 30 Prozent seit 1992

Die gegenwärtig stabile Finanzlage wird nicht von Dauer sein und macht weiterhin einen besonnenen Rückbau der Strukturen erforderlich. Gemessen an der Kaufkraft ging die Kirchensteuer seit 1992 um über 30 Prozent zurück. [mehr]

  • Minus bei Mitgliederzahlen durch demografische Einflüsse, Austritte und Wegzüge

Bedingt vor allem durch den demografischen Wandel und Abwanderungsbewegungen verlor der Kirchenkreis Hamm 2015 insgesamt 1.026 Gemeindemitglieder. [mehr]

  • Zunahme der Kirchenaustritte 2014 beruhte offenbar auf Missverständnissen über die Kirchensteuer auf Kapitalerträge

Die deutliche Zunahme der Kirchenaustritte im Jahr 2014 hing offenbar mit der Änderung des Einzugsverfahrens für Kirchensteuern auf Kapitalerträge zusammen - obwohl damit keine neue Kirchensteuer eingeführt und keine bestehende Kirchensteuer erhöht worden ist. [mehr]

  • Die Haushaltspläne des Kirchenkreises Hamm stehen hier zum Download bereit:

>>Haushaltsplan des Kirchenkreises Hamm 2017
>>Haushaltsplan Tageseinrichtungen für Kinder 2017
>>Haushaltsplan Ganztagsbetreuung an Schulen 2017
>>Haushaltsplan Finanzausgleichskasse 2017

 

 

Gesamtvolumen 35,2 Mio. einschließlich Refinanzierungen
 

Das Gesamtvolumen aller Haushalte 2016 einschließlich Refinanzierungen beträgt rund 35,2 Mio. Euro ohne die Haushalte der Kirchengemeinden, zu denen auch die Friedhofshaushalte gehören. Diese werden von den Kirchengemeinden aufgestellt und liegen dort zur Einsichtnahme bereit. Das Haushaltsgesamtvolumen von 35,2 Mio. Euro beinhaltet 9,99 Mio. Euro aus Kirchensteuereinnahmen und 1,1 Mio. Euro Rücklagenentnahme für Baumaßnahmen. 20,3 Mio. Euro plus 1,1 Mio Euro aus Kirchensteuern, also insgesamt 21,4 Mio. Euro, umfasst der Gesamthaushalt der Tageseinrichtungen für Kinder. Der Gesamthaushalt der Gantzagsbetreuung an Schulen hat ein Volumen von knapp 1,5 Mio. Euro. Die verbleibenden 2,4 Mio. Euro beinhalten Refinanzerungen z.B. im Bereich der offenen Jugendarbeit sowie Einkünfte aus Vermietungen, Pacht- und Zinserträgen (0,47 Mio. Euro). 

 

 

Die Finanzplanung 2016 für den Kirchenkreis Hamm geht gegenüber dem Haushalt 2016 von einem Zuwachs der Kirchensteuerzuweisung um 263.780 Euro auf 9,99 Mio. Euro aus. Je Gemeindemitglied sollen die zwölf Kirchengemeinden 31 Euro aus Kirchensteuern erhalten, was einer Erhöhung um einen Euro je Gemeindemitglied entspricht. Damit finanzieren die Gemeinden ihre Haushalte für die Gemeindearbeit, die Bewirtschaftung und Unterhaltung der Gebäude und die Personalkosten mit Ausnahme der Pfarrstellen, die aus dem Haushalt des Kirchenkreises bezahlt werden. Aus der Ausgleichsrücklage sollen 89.000 Euro entnommen werden. 

 

 

"Auch im kommenden Jahr setzt der Kirchenkreis mit mehr als 12 Prozent seiner Kirchensteuerzuweisungen einen besonderen Schwerpunkt bei den 37 evangelischen Kindertageseinrichtungen", erklärt Verwaltungsleiter Friedrich Disselhoff bei der Vorstellung der Haushaltspläne. Für den Betrieb und die Verwaltung der Kindergärten werden aus Kirchensteuern 1,225 Mio. Euro aufgewendet, die im Rahmen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nicht refinanziert werden. Gegenüber 2015 ist dieser Haushaltsposten erneut um 23.780 Euro gestiegen.

 

 

Durch eine Mehrzuweisung von 642.084 Euro an Kirchensteuern und verschiedene Minderausgaben konnte das Haushaltsjahr 2014 mit einem Plus abgeschlossen werden. Davon erhielten die Kirchengemeinden rückwirkend eine Mehrzuweisung in Höhe von 346.132 Euro (4 Euro je Gemeindemitglied). Zusätzlich konnten 0,5 Mio. Euro der Substanzerhaltungsrücklage zugeführt werden. Der Jahresabschluss 2015 ist im 2. Quartal 2016 zu erwarten.

 

 

"Der Haushaltsplan 2016 ist wie in den Vorjahren vorsichtig aufgestellt", erläutert Superintendent Frank Millrath bei der Herbstsynode am 27.11.2015. "Die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unsere solide Finanzwirtschaft stellen sicher, dass wir die Steigerungen der Personal- und Sachkosten auffangen und in unseren Gemeinden und gemeinsamen Diensten weiterhin in das Gemeindeleben investieren können." Die Prognose der westfälischen Landeskirche gehe jedoch nach wie vor von einem kontinuierlichen Rückgang der Kirchensteuerzuweisungen in den kommenden Jahren aus. "Die gegenwärtig stabile Finanzlage wird also nicht von Dauer sein und macht weiterhin einen besonnenen Rückbau unserer Strukturen erforderlich", so der leitende Theologe des Kirchenkreises Hamm. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Westfälische Landeskirche für 2015 mit rund 505 Mio. Euro den bisher nominell höchsten Stand des Netto-Kirchensteueraufkommens erwartet. Das Kirchensteueraufkommen übertreffe damit zwar wie im vorigen Jahr den bisherigen Höchststand im Jahr 1992 (477 Mio. Euro). Millrath: "Gemessen an der Kaufkraft bedeutet das aber nach wie vor einen Rückgang von über 30 Prozent gegenüber 1992."

 

 

Bedingt vor allem durch den demografischen Wandel und Abwanderungsbewegungen setzt sich der Rückgang der Mitgliederzahlen im Evangelischen Kirchenkreis Hamm fort. Wohnten zum Stichtag 31.12.2013 noch 85.219 Evangelische im Kirchenkreis, waren es zum 31.12.2014 nur noch 83.843, was einem Minus von 1,6 Prozent entspricht. Dabei handelt es sich bei 411 Personen um Wegzug. Die Zahl der Beerdigungen (1.048) lag um 391 über der Zahl der Taufen (657). In 2014 gab es 647 Kirchenaustritte und 73 Eintritte (Verhältnis 8,9:1). Bis 31.10.2015 waren 411 Austritte und 76 Eintritte zu verzeichnen (Verhältnis 5,4:1).

 

 

Die starke Zunahme der Kirchenaustritte im Jahr 2014 liegt im Trend der Landeskirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ein wesentlicher Grund dafür war offenbar die Änderung des Einzugsverfahrens für Kirchensteuern auf Kapitalerträge. Die entsprechenden Mitteilungen der Banken an ihre Kunden haben in vielen Fällen für Missverständnisse gesorgt. Obwohl damit keine neue Kirchensteuer eingeführt und keine bestehende Kirchensteuer erhöht worden ist, ist weit verbreitet der gegenteilige Eindruck entstanden. Kapitalerträge unterliegen, wie in der Vergangenheit auch, der Einkommensteuer und damit der Kirchensteuer, sofern bestimmte Freibeträge überschritten werden. Ab 2015 werden sie jedoch nicht mehr im Zuge der Einkommensteuererklärung, sondern unter strikter Wahrung des Datenschutzschutzes direkt von den Banken abgeführt.

 

 

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