Unser Kreuz hat keine Haken
 

Erklärung gegen Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit der Kreissynode Hamm

Der Evangelische Kirchenkreis Hamm, seine Kirchengemeinden und Einrichtungen setzen sich für den Dialog der Religionen und ein friedliches Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen ein. Vielfalt und Toleranz sind ein Grundprinzip des Zusammenlebens, das in der Lehre Jesu Christi unter vielem anderem in der so genannten "Goldenen Regel" zum Ausdruck kommt: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. (Matthäus 7,12)" Alle Formen von Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit sind darum nicht mit dem christlichen Glauben und der von Gott geforderten Ausrichtung des Lebens am Evangelium vereinbar.

Die Kirchengemeinden, Dienste und Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Hamm werden gebeten, bei der Besetzung von Gremien, bei Wahlen, Berufungen und Beauftragungen zu beachten, dass alle Formen von Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar sind und der von Gott geforderten Ausrichtung des Lebens am Evangelium widersprechen.

An Organisationen und Personen, die diesem Grundsatz entgegen wirken, sollen in kirchlichen Einrichtungen keine Räume zur Verfügung gestellt oder vermietet werden.

Beschlossen von der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm
am 17. Juni 2015

Erklärung gegen Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit - Theologische Grundlegung

Das Evangelium von Jesus Christus verkündigt die Botschaft von der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt, vor aller Welt. Dieser öffentliche Anspruch des Evangeliums verpflichtet uns als Christinnen und Christen im Evangelischen Kirchenkreis Hamm, für die Würde und das Recht aller Menschen einzutreten.

Die unantastbare Würde eines jeden Menschen hat ihren Ursprung in seiner Gottebenbildlichkeit. Nach 1. Mose 1,27 schuf Gott den Menschen zu seinem Bilde [Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.].

Jedem Menschen kommt diese Würde als Geschenk Gottes zu - ungeachtet seines Alters, seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seines sozialen Status, seiner gesundheitlichen Verfassung und seiner Religion oder Weltanschauung.

Darum sind Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

Christinnen und Christen sind in der Nachfolge Jesu Christi an Menschen in Not gewiesen. Jesus Christus macht in seiner Rede vom Weltgericht deutlich, dass alles Tun und Unterlassen nicht nur dem Menschen gilt, der des Schutzes und der Fürsorge bedarf, sondern auch Christus selbst (Mt 25,31-46, vgl. vor allem Verse 35b und 40b: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. [?] Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.).

So trifft Menschenverachtung auch Christus.

Darum sind Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

Jesu Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) fordert jede Christin und jeden Christen auf, Barmherzigkeit an Opfern von Gewalt und Willkür zu üben und an konkreter Not nicht vorbeizugehen. So gewinnt Gottes Liebe Gestalt.

Darum sind Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

Die Zehn Gebote eröffnen nach christlichem Verständnis einen Schutzraum für gelingendes Leben. Der in ihnen formulierte Rechtswille Gottes gilt nach 3. Mose 24,22 allen Menschen: "Es soll ein und dasselbe Recht unter euch sein für den Fremdling wie für den Einheimischen; ich bin der HERR, euer Gott."

Darum sind Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

Beschlossen von der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm am 27. November 2015

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