08-05-20 |  10:37
75. Gedenken zum Ende des II. Weltkrieges

VON: SUSANNE SCHART

„Du sollst leben!“ sagte ihm seine Mutter zum Abschied.

Zu Lebzeiten sollte er sie nicht wiedersehen. Außer seinen beiden Brüdern und ihm überlebt keiner seiner Familie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten.


Foto: Nicole Laskowski

Eine Lüge wird seine Überlebenswaffe.
Obwohl er Jude ist, gibt sich Sally als Hitlerjunge aus. In der „Haut des Feindes“, wie er sagt, überlebt er die Schrecken des Krieges.

Heute ist der 75. Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Gedenken meint: sich an die Vergangenheit erinnern und immer wieder von ihr erzählen. Den Opfern eine Stimme geben, damit es nie wieder Krieg gibt.

Elf Jahre wäre es totenstill, würden wir für jedes Opfer der Judenverfolgung eine Schweigeminute halten. Gönnen wir uns heute eine Minute - im Gedenken an das Leben und Sterben der unzähligen Opfer von Krieg und Gewalt.

Und eine Minute für Sally. Er schenkt Hoffnung.
Am 21. April feierte er bei guter Gesundheit in Israel seinen 95. Geburtstag.
Zum Abschied sagte seine Mutter ihm: „Du sollst leben!“

Schalom!

Gedanken von Pfarrerin Susanne Schart zum 8. Mai 2020, hier auch als Audio: https://www.lippewelle.de/a…/75-jahre-kriegsende-586101.html

Das Foto zeigt die Stolpersteine zur Erinnerung an die ermordeten Mitglieder der Familie von Sally Perel in Peine.


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