20-10-20 |  08:31
Von Segeltörn bis Kirchenaktivität: Pilotprojekt für die Konfirmandenarbeit im Kirchenkreis Hamm mit fünf Gemeinden gestartet

"Im Kleinen ist das schon was Großes!", sagt Hendrik Scheffler. Als Diakon gehört er zum Team der "Konfi-Zeit". Das Pilotprojekt der Konfirmandenarbeit im Ev. Kirchenkreis Hamm ist seit Herbst in der heißen Phase.


"Gut zwei Jahre lang haben wir das Konzept mit der landeskirchlichen Beauftragten für Konfirmandenarbeit, Dr. Iris Keßner, in der Theorie entwickelt", sagt Pfarrer Ulrich Brodowski, kreiskirchlicher Beauftragter für die Konfirmandenarbeit. "Jetzt wollen wir testen, ob unser Konzept in der Praxis funktioniert." Fünf der zwölf Kirchengemeinden machen mit: Bönen, Emmaus, Hamm, Heessen und Trinitatis. "Bisher sind es genau 197 Anmeldungen!", freut sich Volker Alteheld, Geschäftsführer des Jugendreferats, "mit dieser Größenordnung haben wir auch geplant." Mitte Oktober fand die erste Train-the-Teamer-Schulung für ehrenamtliche Mitarbeitende statt. "Die rund 40 Ehrenamtlichen sind eine feste Säule in der `Konfi-Zeit´", sagt Jugendreferent Ole Schwarze.

Was ist das Neue an der "Konfi-Zeit"?
"Meine Freunde und ich statt feste Gemeindegrenzen. Projekte statt regelmäßiger Unterricht", erklärt Hendrik Scheffler.
Zudem gibt es ein multiprofessionelles Team aus Diakonen, Jugendreferentinnen, Musikern, Pfarrerinnen, Sozial- und Medienpädagogen. Die Mitarbeitenden der Ev. Jugend im Kirchenkreis Hamm, der Jugendkirche und der beteiligten fünf Gemeinden sitzen nicht nur bildlich in einem Boot. Eine Aktion ist die Segelfreizeit in Holland. "Das ist einzigartig", sagt Pfarrer Ralph Haitz (Kirchengemeinde Hamm). "Das wird ein unvergessliches Gemeinschafts- und Naturerlebnis, sofern uns die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht." Ein zweites Highlight ist das Konfi-Camp mit allen Konfis in Schloss Oberwerries. Dazu das Konfi-Festival mit Abendmahl und Taufe im Haus Caldenhof sowie wählbare Projekte und "Church-Activities". Dazu wählen die Jugendlichen verschiedene Praktika, um zum Beispiel die Arbeit der Organistin, des Küsters oder eines Bestatters kennenzulernen. Zudem gibt es Projekte und Gottesdienste in den teilnehmenden Gemeinden vor Ort.

Höhepunkt ist schließlich die Konfirmationsfeier. Nicht wie gewohnt in der Heimatgemeinde, sondern in der Jugendkirche. Sie bildet das kirchliche Zentrum. "Die Jugendkirche", sagt Diakon Scheffler, "wird zum neuen Wohnzimmer der Konfi-Zeit." Hier setzt zugleich eine Kritik an: Verliert die Jugend durch dieses Konzept den Bezug zur Heimatgemeinde? Hat der klassische Konfi-Unterricht ausgedient? "Die Konfi-Zeit will keine Konkurrenzveranstaltung zum traditionellen Unterricht sein", betont Ulrich Brodowski, selber Gemeindepfarrer in Heessen. "Wir denken aus der Perspektive der Jugendlichen und möchten eine neue Möglichkeit bieten, die Konfirmandenarbeit jugendgerecht und zukunftssicher auf die Beine zu stellen." Die "Konfi-Zeit" ist nicht nur im Kirchenkreis Hamm ein Pilotprojekt, sondern in der ganzen Landeskirche. Damit es gelingt, wünscht sich Pfarrer Haitz, "dass beim nächsten Durchgang noch mehr Kirchengemeinden teilnehmen werden."

Weitere Infos, Flyer und Trailer zur "Konfi-Zeit" unter: www.ev-jugend-hamm.de/konfizeit.




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