Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

Neue Vielfalt im pastoralen Dienst

 

Pastoraldienst der Zukunft war Thema der digitalen Kreissynode Hamm

Die Kreissynode Hamm ist am Samstag, 2. Oktober, zu einer digitalen Sondersitzung zusammengekommen. Das kirchenleitende Gremium für rund 75.600 Evangelische und 12 Gemeinden im Bereich Ahlen, Ascheberg-Herbern, Bönen, Drensteinfurt-Walstedde, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne hat eine neue Richtlinie zur Stellenplanung für Interprofessionelle Pastoralteams (IPT) im Ev. Kirchenkreis Hamm beschlossen. Sie löst die bisherige Pfarrstellenplanung ab und tritt zum 1.1.2022 in Kraft. „Auch bei zurückgehenden Ressourcen wollen wir weiter Kirche für die Menschen sein“, so Superintendentin Kerstin Goldbeck, „und dazu bringen wir heute ein faires Planungsverfahren auf den Weg.“

3.000 Gemeindemitglieder als Maßstab für eine Interprofessionelle Pastoralstelle
Kern des neuen Konzepts ist, dass die pastorale Arbeit in den 12 Kirchengemeinden des Kirchenkreises nicht mehr allein von Pfarrerinnen und Pfarrern, sondern schrittweise im Team mit Gemeindepädagog*innen, Kirchenmusiker*innen oder Angehörigen anderer Berufsgruppen geleistet werden soll. In der bisherigen, seit 2008 gültigen Pfarrstellenplanung waren 2.750 Gemeindemitglieder der Maßstab für eine Gemeindepfarrstelle. Künftig steht den Gemeinden bei neuen Stellenbesetzungen für je 3.000 Gemeindemitglieder eine Vollzeitstelle im Interprofessionellen Pastoralteam zu. Dabei sind bis 2025 bis zu 75 Prozent, ab 2026 maximal 60 Prozent des Stellenanteils durch Pfarrer*innen zu besetzen.

Miteinander verschiedener Berufsgruppen bereichert die kirchliche Arbeit
Die neue Richtlinie für die Stellenplanung im Pastoralen Dienst soll die Vorgaben der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) im Evangelischen Kirchenkreis Hamm umsetzen. Hintergrund dafür ist der Rückgang der finanziellen Mittel einerseits, der deutliche Rückgang beim Nachwuchs für das Pfarramt andererseits. Zugleich ist in den Gemeinden das Bewusstsein für die Vielfalt der Begabungen gewachsen, durch die andere Berufsgruppen die kirchliche Arbeit bereichern können. In der Kirchengemeinde Werne ist bereits seit 2020 erfolgreich ein Interprofessionelles Team eingesetzt. Auch in der Emmaus-Kirchengemeinde im Hammer Süden steht die Entwicklung eines neuen Konzepts für den pastoralen Dienst kurz vor dem Abschluss. Dort wurde zum 1.8.2021 eine halbe gemeindepädagogische Stelle besetzt. Noch im Oktober soll mit der Wahl für die Pfarrstelle das neue Interprofessionelle Pastoralteam vervollständigt werden. Superintendentin Goldbeck ermutigte die Synodalen: „Zwar verlieren wir Pfarrstellen, aber wir erleben auch, wie mit Interprofessionellen Teams eine neue Vielfalt und Farbigkeit in unseren Gemeinden erlebbar wird.“

Infobox Kreissynode Hamm
Die Synode unter der Leitung von Superintendentin Kerstin Goldbeck tagte digital aus dem Synodenstudio in der Jugendkirche Hamm. Die Kreissynode ist das kirchenleitende Gremium für rund 75.600 Evangelische in den 12 Kirchengemeinden in Ahlen, Ascheberg-Herbern, Bönen, Drensteinfurt-Walstedde, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne. Sie besteht aus 104 gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und gemeinsamen kreiskirchlichen Dienste (je zur Hälfte Nichttheologen und Theologen) und berufenen Mitgliedern.

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