Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Selamat Hari Natal"

 

Süße Advents- und Weihnachtsgrüße aus der Partnerkirche in Indonesien

"Wundern Sie sich nicht, wenn das christliche Fest und die Weihnachtsfeier in Nord-Sumatra ein lebendiges Fest ist", sagt Rusmawati Gultom. Seit ihrer Rückkehr in ihre indonesische Heimat im Sommer arbeitet die Diakonisse im Zentralbüro der Huria Kristen Indonesia (HKI) und setzt sich weiterhin für die Partnerschaftsarbeit zwischen der HKI und dem Kirchenkreis Hamm ein. Fast zwei Jahre lang von 2019 bis 2021 lebte und arbeitete die 43-Jährige, die Rusma genannt wird, in Hamm. Deshalb kennt sie deutsche und indonesische Bräuche während der Advents- und Weihnachtszeit gut. 

"Genauso wie in Deutschland sind auch die Menschen in Indonesien jedes Jahr während der Adventszeit damit beschäftigt, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren", erzählt Rusma Gultom. Und natürlich backen sie auch verschiedene Weihnachtsplätzchen. Auch wenn es keine Stollen, Printen oder Lebkuchen in der indonesischen Weihnachtsbäckerei gibt, so werden doch andere süße Spezialitäten ab dem 1. Dezember gerne gebacken und nicht nur von den Kindern vernascht.

"Es gibt viele Arten von traditionellen Kuchen oder Plätzchen bei Weihnachtsfeiern in Nord-Sumatra", verrät Rusma. So zum Beispiel Ananaskuchen oder Lemang, ein Kuchen aus Klebereis. Ein Gebäck, das man in Indonesien besonders mit der Advents- und Weihnachtszeit verbindet, ist das sogenannte Kombang Loyang. 

"Ohne Kombang Loyang gibt es keine Feier!" so heißt es. Dieses Gebäck aus Reis- und Sagomehl wird traditionell im Wok gebacken und sieht aus wie eine Pfannenblume. Es ist das beliebteste Weihnachtsplätzchen in Indonesien, das nicht nur besonders lecker schmeckt, sondern sogar sprichwörtliche Bedeutung hat. "Wenn man Kombang Loyang sieht", erklärt Rusma Gultom, "dann sagt man: Es weihnachtet sehr!" 

So wie Rusma deutsche Plätzchen-Rezepte mit nach Indonesien genommen hat und dort zur Erinnerung in der Adventszeit backt, lädt sie auch die Menschen in ihrer zweiten Heimat Hamm ein, das traditionelle Advents- und Weihnachtsgebäck Nord-Sumatras auszuprobieren. "Es ist eine schöne Vorstellung, dass wir in Indonesien Stollen backen und die Freunde in Hamm Kombang Loyang", so Rusma. Denn nicht nur der Glaube verbinde in der christlichen Partnerschaft, sondern auch essen und feiern. 

"Mit diesem Kombang Loyang-Kuchen grüße ich herzlich im Namen der HKI die Menschen im Kirchenkreis und in den Gemeinden", sagt Rusma und ergänzt: "Selamat Hari Natal Dan Tahun Baru! - Wir wünschen Ihnen fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr!"


Rezept für Kombang Loyang
Zutaten 
500 g Reismehl - 25 g Sagomehl - 4 Eier (Eigelb) - 50 g Zucker - 1 TL Vanille - 200 ml Kokosmilch - Speiseöl zum Braten

Zubehör
Pfannenblumenform, Wok oder Pfanne

Zubereitung
Reismehl, Sagomehl, Vanille, Zucker gleichmäßig mischen, 4 Eigelb dazu geben. Kokosmilch einrühren, bis der Teig zähflüssig ist. Öl im Wok erhitzen. Die Pfannenblumenform ins Öl tauchen und erhitzen, dann in den Teig tauchen. Die Form mit dem Teig in den Wok tauchen, bis sich der Teig von der Form löst. Die Kombang Loyang im Öl gleichmäßig goldbraun anbraten.

Text zum Bild:
"Guten Appetit!" wünscht Pemilu Simangunsong. Die Mitarbeiterin im Zentralbüro der HKI hat das Gepäck als adventlichen Gruß für die deutsche Partnerschaftskirche gebacken.
 

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Kombang Loyang sind fertig! Foto: Gultom