Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Fair Play - Jeder Mensch zählt"

 

38. Woche der Brüderlichkeit zum Thema Sport beginnt am 7. Mai

"Sport ist ein Spiegel der Gesellschaft", sagt Pfarrer Carsten Dietrich, "und da zeigt sich eben auch Antisemitismus in seiner ganzen Bandbreite." Der Sprecher des Arbeitskreises der Woche der Brüderlichkeit in Hamm freut sich, dass er zusammen mit dem Arbeitskreis auch in diesem Jahr wieder ein interessantes und vielseitiges Programm organisieren konnte. "Fair Play - Jeder Mensch zählt" lautet das Motto der 38. Woche der Brüderlichkeit, die vom 7. bis 20. Mai in Hamm stattfindet. Diesmal steht der Sport im Focus der fünf Veranstaltungen zur Begegnung mit dem Judentum.

Für die Eröffnungsveranstaltung am 8. Mai konnte Michaela Engelmeier als Referentin gewonnen werden. Die ehemalige sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion hält einen Vortrag zum Thema "Sport und Antisemitismus". Als Leiterin des Hauptstadtbüros von Makkabi Deutschland, des jüdischen Turn- und Sportverbands, der in diesem Jahr mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde, wird Engelmeier aus ihrer Praxis berichten. "Sie war selbst als Leistungssportlerin in der Judo-Bundesliga und als Mitglied der deutschen Judo-Nationalmannschaft der Frauen aktiv", erzählt Pfarrer Dietrich. Seit 2020 ist sie Generalsekretärin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Integrations- und Antirassismus-Beauftragte des Landessportbunds NRW. "Mit Michaela Engelmann haben wir einen Profi zum Thema `Sport und Antisemitismus´ gefunden, und ich bin sicher, dass wir uns auf eine überaus kurzweilige Veranstaltung freuen können", verspricht Pfarrer Dietrich.

Bei der Lesung mit Alexander Laesicke am 9. Mai im Heinrich-von-Kleist-Forum der Volkshochschule (VHS) wird es ebenfalls sportlich. "Mit dem Fahrrad nach Jerusalem machten sich drei junge Männer auf den Weg", erzählt Carsten Dietrich. "Einer von ihnen, Alexander Laesicke, ist heute Bürgermeister von Hamms Patenstadt Oranienburg". Aufgewachsen sei Laesicke in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Konzentrationslagers (KZ) Sachsenhausen. So sei die Idee entstanden, einen Klinkerstein, der von KZ-Häftlingen hergestellt wurde, nach Jerusalem in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu bringen. So Dietrich. Moderiert wird die Lesung von Laesickes Hammer Kollegen, Oberbürgermeister Marc Herter. Am 10.05. ist Laesicke mit seiner Lesung im Märkischen Gymnasium zu Gast. 

Beim "Stadtgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Hamm" am 7. Mai werden jüdische Frauen in ihren unterschiedlichen Rollen in den Blick genommen. "Ob als alleinerziehende Mutter, innovative Geschäftsfrau, erfolgreiche Unternehmerin, Ehefrau, Kunstsammlerin, engagierte Vertreterin der Religionsgemeinschaft, ehrgeizige Tochter oder Mittelpunkt der Familie - Der Rundgang durch die Hammer Innenstadt erinnert an prominente und weniger prominente Frauen des 17. bis 20. Jahrhunderts", erzählt der Sprecher des Arbeitskreises. Die Route führt vom Marktplatz bis in die Nähe des Hauptbahnhofs und zeigt die Stellen, wo die jüdischen Frauen gelebt und gearbeitet haben. (Anmeldung über die VHS ist erforderlich: www.vhshamm.de

Der Filmabend am 11. Mai im Rahmen des VHS Kinos mit dem Film "Gaza mon Amour" und die schon traditionelle Fahrt am Vorabend des Schabbat zum Gottesdienst in die Synagoge "haKochaw" in Unna am Freitag, den 20. Mai, vervollständigen das abwechslungsreiche Programm.


Auf einen Blick
38. Woche der Brüderlichkeit vom 7.-20. Mai
Thema "Fair Play - Jeder Mensch zählt"
Das gesamte Programm findet sich hier: 
Auskunft bei Pfarrer Carsten Dietrich: 02381/440532 oder carsten.dietrich@kirchenkreis-hamm.de 

 

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WdB  2022
BU: Pfarrer Carsten Dietrich freut sich auf interessante Veranstaltungen. Foto: Laura Dittmar