Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Für die `aufsuchende Seelsorge´ schlägt mein Herz!"

 

Pfarrer Thomas Melloh wird nach 37 Jahren aus dem kirchlichen Dienst verabschiedet

"Für mich ist das offene Gespräch von Gesicht zu Gesicht durch nichts zu ersetzen!", sagt Thomas Melloh. Am Samstag, den 11. Juni, wird der Pfarrer aus Bönen um 17 Uhr im Fritz-von-Bodelschwingh-Haus in Bönen-Altenbögge (Niemöllerstraße 16) im Rahmen eines Gottesdienstes durch Superintendentin Kerstin Goldbeck offiziell verabschiedet. Auf den Tag genau 33 Jahre vorher, am 11. Juni 1989, wurde er in diese Pfarrstelle eingeführt, was er bis heute nicht bereue. "Wenn man - wie ich - mehr als 30 Jahre in einer Gemeinde ist, hat man das Glück, gewachsene Beziehungen leben zu können", sagt der erfahrene Gemeindepfarrer. Seit seinem Vikariat 1985 in der Kirchengemeinde Hamm-Mark und dem anschließenden Hilfsdienst - sowohl in der Kirchengemeinde Hamm Norden als auch im Ev. Krankenhaus Hamm - ist der gebürtige Bremer dem Kirchenkreis Hamm treu.

Mit Pfarrer Melloh verlässt nicht nur ein erfahrener Gemeindepfarrer den Kirchenkreis, sondern auch ein leidenschaftlicher Seelsorger, der im St. Josef Krankenhaus in Bockum-Hövel und als Polizeiseelsorger für den Standort Polizeidirektion Hamm tätig ist. In seinem Dienst sind ihm gerade Besuche besonders wichtig. "Für die `aufsuchende Seelsorge´ schlägt mein Herz!", gesteht er. "Einfach mal so zwischendurch klingeln oder klopfen - und sehen und hören, welche Sorgen und Nöte und Freude den Einzelnen gerade bewegen." Neben der Gemeinde- und Seelsorgearbeit engagierte er sich auch auf kreiskirchlicher Ebene. Fünf Jahre wirkte er als Schriftführer (Scriba) im Kreissynodalvorstand (KSV) und war Mitglied des Struktur- und Nominierungsauschusses. 

Während dieser Zeit setzte er sich auch für die Ausbildung des theologischen Nachwuchses ein und begleitete als Mentor zwei Vikare bei ihrer praktischen Ausbildung in der Gemeinde. "Die Arbeit mit diesen beiden hochmotivierten und engagierten jungen Theologen war eine große Freude und Bereicherung meiner eigenen theologischen und pfarramtlichen Tätigkeit", resümiert der 64-Jährige, "und das lässt mich voller Hoffnung für unsere Kirche in die Zukunft schauen." Seiner eigenen Zukunft sieht er freudig und gelassen entgegen: "Befreit von beruflichen Terminen werde ich meine Zeit freier einteilen können - für Familie, für Reisen, für Gottesdienstbesuche", erzählt der Vater zweier erwachsener Töchter. 

Auch wenn Pfarrer Melloh sich nach 37 Jahren aus dem kirchlichen Dienst im Kirchenkreis Hamm verabschiedet, geht er doch nicht ohne einen Wunsch für seine langjährige Gemeinde: "Gerade bei den bevorstehenden Veränderungen wünsche ich, dass sich die Menschen auch in den neuen Strukturen zu Hause fühlen und eine Heimat finden", sagt der Theologe und ergänzt: "Ich hoffe, dass die Menschen den Kontakt zur Kirche nicht abbrechen lassen, gemäß dem Motto: nicht was kann die Kirche für mich tun, sondern was kann ich für meine Kirche - und in der Nachfolge Jesu Christi - für meinen Glauben tun?" Dieses Wort gilt auch für ihn selbst, denn Pfarrer Melloh wird den Dienst nicht ganz verlassen, sondern weiterhin seiner Liebe zur Seelsorge treu bleiben, denn er verspricht: "Auch nach meiner Pensionierung werde ich mich ehrenamtlich in der Polizeiseelsorge engagieren."

 

Zurück
Verabschiedung Pfarrer Thomas Melloh
Pfarrerin Thomas Melloh wird offiziell verabschiedet. Foto: privat