Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

In Gottes Hand geborgen

 

Pfarrerin Christel Schmidt wird am 24. Juni offiziell verabschiedet

"Dass ich mit 57 Jahren noch in eine Pfarrstelle gewählt worden bin, war für mich ein großes Glück", sagt Christel Schmidt. Am letzten Schultag findet nun die offizielle Verabschiedung der Pfarrerin der Kirchengemeinde Hamm statt. Am Freitag, den 24. Juni, wird sie um 17 Uhr in einem Gottesdienst in der Johanneskirche (An der Johanneskirche 24) durch Superintendentin Kerstin Goldbeck von ihrem Dienst entpflichtet. Für einen festlichen Rahmen sorgen der Posaunenchor (Leitung Christian Bachtrop), der Gospelchor "Fußnoten" (Leitung Wolfgang Schulte) und Wilhelm Bersch an der Orgel.

Bereits seit ihrer frühen Kindheit hat Schmidt einen kirchlichen Bezug. "Ich bin in einem kirchlich geprägten Elternhaus aufgewachsen, meine Eltern und Geschwister haben wie ich in der Kirchengemeinde mitgearbeitet", sagt die 65-Jährige. So nahm sie das Studium der evangelischen Theologie auf, in dem sie auch ihren Mann Michael - ebenfalls Pfarrer - kennenlernte. 1982 begann sie ihr Vikariat in Bockum-Hövel. "Das war mein Start in Hamm, in Westfalen", gesteht sie. Aus dem Pfälzer Wald stammend, verbrachte sie ihre Jugend im katholisch geprägten Dorf Jockgrim in der Rheinebene. "Ich habe meinem Mann zuliebe die Landeskirche gewechselt und bin nach Westfalen gezogen", erzählt die aktuell dienstälteste Pfarrerin im Kirchenkreis Hamm. 

Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sie als gewählte Pfarrerin verabschiedet wird. "Als die Kinder alt genug waren, sodass ich mich in eine Pfarrstelle hätte bewerben können, gab es keine Pfarrstellen, die offen ausgeschrieben wurden. Es wurden Stellen eingespart und nur innerhalb des Kirchenkreises neu besetzt", erinnert sie sich. Lange Zeit arbeitete Schmidt im sogenannten Entsendungsdienst oder war rund 10 Jahre rein ehrenamtlich als Theologin tätig. Erst 2014 wurde sie offiziell in die Pfarrstelle an der Johanneskirche gewählt. "Mit der Übernahme der Pfarrstelle konnte ich mich endlich an einer Stelle richtig und mit voller Verantwortung einbringen", erklärt sie. Wichtig waren ihr dabei die Zusammenarbeit im Stadtbezirk und die Ökumene.

Gerne habe sie die "Atempausen im Advent" oder die "Frühschichten im Advent und in der Passionszeit in der Karlsschule" durchgeführt. Oder die "Andachten am Donnerstagabend in der Kirche zu besonderen Anlässen", sagt sie. Die Gemeindefreizeiten in die Lommerke habe sie ebenso in guter Erinnerung wie die Kirchenführungen für Schulkinder in der Johanneskirche, denn in dieser besonderen Kirche gebe es viel zu entdecken. "In der Zeit, in der ich in der Johanneskirche tätig war, konnten sechs Engel eingeweiht werden", sagt sie freudig. Neben der Gemeindearbeit war Pfarrerin Schmidt nicht nur seelsorgerlich in den Seniorenheimen St. Agnes und Medicum tätig, auch auf Kirchenkreisebene engagierte sie sich - ob als Synodalbeauftragte für Kindergottesdienst, im Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) Hamm oder im Ausschuss für Kirchenmusik, Kultur und Gottesdienst.

Nach ihrem aktiven Dienst freue sie sich nun auf mehr freie Zeit in ihrem kleinen Garten, beim Fahrradfahren und vor allem für Freunde und die Familie, so die zweifache Großmutter. Bei allen Veränderungen aber, die nicht nur auf sie, sondern gerade auch auf ihre Gemeinde zukommen werden, ist Pfarrerin Schmidt voller Zuversicht: Was auch immer passieren mag, "es tut gut zu wissen, in Gottes Hand geborgen zu sein."

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Verabschiedung Pfarrerin Christel Schmidt
Pfarrerin Christel Schmidt wird verabschiedet. Foto: sue