Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Erste Hilfe für die Seele"

 

Ökumenische Notfallseelsorge startet neuen Ausbildungskurs für Ahlen, Sendenhorst und den Kreis Warendorf

Mitten in der Nacht überschlägt sich ein Auto auf einer Landstraße im Kreis Warendorf. Trotz schneller Rettungsmaßnahme von Feuerwehr und Rettungsdienst kommt für die beiden Insassen jede Hilfe zu spät. Kurz nach der Feuerwehr wird auch ein Team von Notfallseelsorgern alarmiert. Sie begleiten die beiden Ersthelfer an der Unfallstelle, haben ein offenes Ohr und helfen das Erlebte zu verarbeiten. Ein anderer Kollege der Notfallseelsorge (NFS) begleitet die Polizei bei der Überbringung der Todesnachricht an die Angehörigen der Opfer.

Diesen wichtigen Dienst leisten im Kreis Warendorf rund 40 Frauen und Männer ehrenamtlich. Rund um die Uhr sind sie alarmierbar, um Menschen im Notfall beizustehen. Getragen wird die Arbeit der Notfallseelsorge von der Evangelischen und Katholischen Kirche. "Die Notfallseelsorge ist für alle Menschen da, unabhängig von Konfession oder Religion", sagt Martin Remke, Pastoralreferent und Koordinator der Ökumenischen Notfallseelsorge. "Wir helfen da, wo Menschen in Notfällen Unterstützung und Hilfe brauchen." Aber nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten im Team mit, sondern vor allem Ehrenamtliche, die sich zu Notfallseelsorgenden ausbilden lassen. 

Nun startet für den Kreis Warendorf ein neuer Ausbildungskurs. Besonders in den Städten Ahlen, Beckum, Wadersloh, Beelen, Telgte und Sassenberg werden neue Notfallseelsorgende gesucht, die zwischen 25 und 67 Jahre alt sein sollen, über psychische wie physische Stabilität und Belastbarkeit verfügen sowie über notwendige persönliche und soziale Kompetenzen. Die Ausbildung beginnt am 21. Oktober und dauert bis Mitte Februar 2023. 

Inhaltlich geht es um seelsorgerliche Grundkenntnisse, technisches Wissen für den Einsatz mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sowie spezielles Vorgehen für die einzelnen Einsatzindikationen. Diese reichen von der Begleitung nach plötzlichem Todesfall, Verkehrsunfall oder Suizid bis hin zu Hausbränden oder Arbeitsunfällen. Weitere Einzelheiten sind vor der Anmeldung zum Ausbildungskurs Thema in einem Bewerbungsgespräch. An die theoretische Ausbildung schließen sich ein Praktikum im Rettungsdienst sowie ein Übernahmegespräch an. Bei den ersten Einsätzen werden die zukünftigen Notfallseelsorgenden durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen begleitet. Insgesamt 123-mal wurde die Notfallseelsorge zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Notfällen im letzten Jahr alarmiert. 


Ausbildung im Kreis Warendorf
Bewerbungsende: 15.08.
Ausbildungsbeginn: 21.10.
Bewerbungen oder Fragen beim Koordinator für die Notfallseelsorge Martin Remke:
remke-m@bistum-muenster.de. Weitere Auskunft: www.notfallseelsorge-hamm.de.

 

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Koordinator der Notfallseelsorge Pastoralreferent Martin Remke (v.l.), die neuen Notfallseelsorgenden Frank Empting, Petra Huß und Andrea Bußmeier sowie Polizeidirektor Johannes Schütze. 

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Kurs Notfallseelsorge 2022
Die Ökumenische Notfallseelsorge Foto: Kirchenkreis