Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Ich wollte Gemeindepädagogin werden"

Zwei neue Gemeindepädagoginnen in der Ev. Jugend Hamm

"Im Studium empfand ich die wissenschaftliche Perspektive und Auseinandersetzung mit Glauben und Religion als besonders spannend und wie diese meine Grundhaltung geformt und verändert hat", sagt Julia Kemler. Die studierte Erziehungswissenschaftlerin arbeitet seit 2012 im Ev. Jugendreferat Hamm und kümmert sich dort vor allem um die Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeitenden sowie deren Begleitung und Beratung. "Ich konnte mich so inhaltlich ausgerichtet noch weiter professionalisieren und die Qualifikation Gemeindepädagogik erlangen", erzählt Katrin Burghardt. Seit 2018 ist die 30-Jährige als Sozialarbeiterin in der Ev. Jugendkirche Hamm tätig und organisiert zum Beispiel die Reli-Rallye, den ON-/OFF-Treff oder die Konfi-Zeit. 

Was beide Frauen miteinander verbindet, ist nicht nur ihre Tätigkeit bei der Ev. Jugend Hamm. Beide haben auch berufsbegleitend die Qualifikation "Gemeindepädagogik" in der Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) an der Ev. Hochschule Bochum erlangt. Wer als Sozialarbeiter, Sozialpädagogin oder Erziehungswissenschaftler in der westfälischen Landeskirche pädagogisch arbeiten möchte, muss zusätzlich einen gemeindepädagogischen Grundkurs (GGK) absolvieren, zum Beispiel an der Ev. Hochschule Bochum. 

"Der GGK reichte mir aber nicht, ich wollte Gemeindepädagogin werden", erklärt Burghardt. Und so hat sie sich genauso wie ihre Kollegin Kemler für den weiteren Weg zur Gemeindepädagogin entschieden und sich mit Fort- und Weiterbildung intensiv zum Beispiel mit Glaubensfragen, Spiritualität und Verkündigung oder Seelsorge in diakonischen Handlungsfeldern auseinandergesetzt. Dazu mussten Vorlesungen und Seminare besucht, Prüfungen absolviert sowie Berichte und (Bachelor)-Arbeiten geschrieben werden. Den Abschluss bildete ein wissenschaftliches Fachgespräch, ein sogenanntes Kolloquium. 

Doch die Anstrengung, sich neben der beruflichen Tätigkeit noch einmal intensiv fachlich weiterzuqualifizieren, hat sich für beide gelohnt. "Nun habe ich das Studium Gemeindepädagogik und Diakonie an der Ev. Hochschule Bochum abgeschlossen und meine Anstellungsfähigkeit als Gemeindepädagogin erlangt", freut sich Julia Kemler. Und Katrin Burghardt ergänzt strahlend: "Am 14.09. hatte ich dann morgens im Landeskirchenamt Bielefeld mein Kolloquium. Seit dem bin ich nun Gemeindepädagogin."


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Im Kreis der Kollegenschaft der Ev. Jugend beglückwünschte Superintendentin Kerstin Goldbeck (r.) die beiden Gemeindepädagoginnen Katrin Burghardt (m.) und Julia Kemler (l.) zu ihrer Qualifikation und der offiziellen Anerkennung.

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Zwei neue Gemeindepädagoginnen
Die neuen Gemeindepädagoginnen: Julia Kemler (l.) und Katrin Burghardt (m.), Superintendentin Kerstin Goldbeck (r) Foto: tws