Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

Aus dem Auto. Fertig. Los!

Autofasten 2021 beginnt Aschermittwoch

Mit der kirchlichen Fastenzeit startet erneut die Klimaaktion "Autofasten 2021 - 7 Wochen umsteigen!".

Der Ev. Kirchenkreis Hamm und das Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. (FUgE) laden als Initiatoren wieder dazu ein, sieben Wochen lang vom 17. Februar bis 3. April auf das Auto zu verzichten und möglichst viele Wege des alltäglichen Lebens per Fahrrad, zu Fuß oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. "Autofasten ist eine gute Möglichkeit, den Automatismus, einfach zum Autoschlüssel zu greifen, zu durchbrechen", wirbt Claudia Kasten für die Umweltaktion. Die Projektleiterin für Klimaprojekte bei FUgE ist seit Beginn der Aktion im Jahre 2014 dabei und freut sich, dass "Autofasten" inzwischen zum achten Mal ununterbrochen in Hamm durchgeführt werde. Das habe mittlerweile schon echte Tradition. Und das Schöne: Jede/r kann mitmachen! Und das ist ganz leicht: Einfach online unter www.autofasten-hamm.de anmelden und Kilometer sammeln. Jeder einzelne zählt. Bei den täglichen Strecken im nahen Umkreis von drei bis fünf km - wie zum Einkauf beim Bäcker um die Ecke oder zum Arztbesuch - können viele PKW-Kilometer eingespart und online eingegeben werden. In den letzten sieben Jahren sind bereits über 754.000 km und damit gut 106 Tonnen CO2 eingespart worden.

Für dieses Jahr gehen die Initiatoren allerdings Corona bedingt von weniger eingesparten Kilometern aus. Umso wichtiger ist es, mehr Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Als Schirmherr der Aktion ruft Oberbürgermeister Marc Herter daher zur Teilnahme auf: "Autofasten ist, sich auf Zeit darauf einzulassen, die eigene Mobilität umzustellen und praktisch zu erfahren, dass ‚anders' nicht ‚schlechter' sein muss." ‚Anders' kann sogar ‚besser' sein, denn die Vorteile des Autofastens sind vielfältig und reichen von der eigenen Person bis nach Südamerika. "Autofasten bietet eine gute Möglichkeit, etwas für sich selbst, die eigene Gesundheit und den Geldbeutel zu tun", erklärt Claudia Kasten. Radfahren oder Spazierengehen bringen das Herz-Kreislauf-System in Schwung und sparen Kraftstoff, was sich bei den steigenden Benzinpreisen erfreulich auswirkt. "Und als positiver Nebeneffekt", ergänzt Kasten, "kann man sich noch für die Umwelt und das Klima einsetzen". Und für das Hilfsprojekt "Haus Hamm" im Kinderdorf Westfalia im südamerikanischen Peru, das pro eingespartem Kilometer einen Cent erhält. In diesem Jahr geht es um Bepflanzung und Bewässerung. "Die Menschen im Kinderdorf sind dabei, die Wüste wieder zu begrünen", sagt Claudia Kasten. "Das wird durch unser Projekt unterstützt."

"Autofasten" ist inzwischen eine Erfolgsgeschichte, denn mit einem Projekt werden vier weitere unterstützt: die Gesundheit, das Klima, der Geldbeutel und die Kinder in Peru. Da ist es Ehrensache, dass sich auch Superintendentin Kerstin Goldbeck beteiligt: "Sieben Wochen möglichst klimaneutral unterwegs zu sein, tut mir selber gut. Denn das ist ganz konkrete Bewahrung der Schöpfung, und ich freue mich, meinen Beitrag leisten zu können."

 

 

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