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Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

Die Basis stimmt!

 

Nicole Hölker im IPT Mark-Westtünnen eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Marker Pankratiuskirche wurde die angehende Gemeindepädagogin Nicole Hölker von Superintendentin Kerstin Goldbeck in ihren Dienst im Interprofessionellen Pastoralteam (IPT) der Ev. Kirchengemeinde Mark-Westtünnen eingeführt. Seit April ist sie dort gemeinsam mit Pfarrerin Ulrike Kreutz im Umfang einer dreiviertel Stelle tätig. UK hat mit beiden gesprochen.

Ein halbes Jahr IPT: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ulrike Kreutz: Wir arbeiten sehr gerne interprofessionell im Team zusammen, als Gemeindepädagogin und Pfarrerin! Es tut uns gut, mit unterschiedlichen Augen auf die verschiedenen Themen einer Kirchengemeinde zu schauen. Wir können gut miteinander reden. Die Basis zwischen uns stimmt. Wir haben die gleiche Haltung.

Nicole Hölker: Bei den Menschen in der Gemeinde, die das Gemeindeleben mitgestalten, ist das Thema IPT nun durch den Einführungsgottesdienst richtig angekommen. Wir erleben, dass die Menschen fragen, mitdenken und uns bei diesem Prozess unterstützen. Es ist nun – nach der langen Zeit der Umbrüche in der Kirchengemeinde - eine Energie und Aufbruchsstimmung zu spüren, den Veränderungsprozess aktiv mitzugestalten.

Was für Veränderungen bringt die Arbeit im IPT - für die Gemeinde und für Sie selbst?

Kreutz: Die Arbeit im IPT ist in jedem Fall eine Bereicherung und weitet den Blick einer Kirchengemeinde auf die Vielfalt der Möglichkeiten. Natürlich spüren wir aber auch sehr deutlich die veränderte und reduzierte Personalsituation. Nicole hat den Schwerpunkt bei der Konfi-Arbeit, den Kitas, Schulen und Familien. Das heißt aber, dass sich nur noch eine Pfarrerin um Gottesdienste und Kasualien (Taufe, Trauung und Beerdigung) kümmern kann, wo vorher zwei oder drei zuständig waren. Wir müssen daher intensiv fragen: Wie und wo und für wen wollen wir Kirche sein? So wie bisher ist Gemeinde nicht mehr denkbar, weil es personell einfach nicht mehr zu leisten ist. Es muss sich etwas verändern!

Hölker: Daher ist es neben der Freude auch ein Trauerprozess bei den noch aktiven und gut angebundenen Gemeindegliedern, der gut begleitet werden will. Wir sind alle zusammen auf dem Weg und brauchen das Gespräch miteinander. Und dafür die Zeit und Ruhe zu haben, das ist im Alltag manchmal nicht leicht.

Und was steht als nächstes auf Ihrer „to-do-Liste“?

Hölker: Reden, reden, reden! Das ist vielleicht das Wichtigste. Im Moment sind wir noch dabei, miteinander unsere jeweiligen Aufgaben zu klären, den Prozess nach allen Seiten transparent zu machen und gemeinsam mit anderen Wege zu suchen. Mit Herz, Kopf und Hand – und auch Schritt für Schritt und mit Bedacht. Es geht nur zusammen und im richtigen Tempo.

Kreutz: Die Gemeindeversammlung zur Kirchenwahl wird sicher das Thema aufgreifen und deutlich machen, dass wir verstärkt Ehrenamtliche brauchen, die mit ihrer Kompetenz gerne mitmachen, im Presbyterium und anderswo. Es ist unser großer Wunsch, gemeinsam mit den Mitarbeitenden in Haupt- und Ehrenamt zu einem Team zusammenwachsen, das im Sinne Jesu „das Evangelium mit Leben füllt“, so haben wir es einmal konzeptionell beschrieben.

Zur Person:
Nicole Hölker (49 Jahre) ist in Bönen aufgewachsen und hat an der Ev. Fachhochschule Bochum Diplom-Sozialpädagogik studiert. Zuletzt hat sie als Koordinatorin in Soest/Werl den Ambulanten Hospizdienst aufgebaut. Die verheiratete Mutter von vier Kindern spielt Trompete, fährt Fahrrad und Kanu und macht Taekwondo und Bergwandern.

 

 

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Superintendentin Kerstin Goldbeck (l.) führte Nicole Hölker gemeinsam mit Pfarrerin Ulrike Kreutz (r.) ins IPT ein.