Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

Kein Platz für Gewalt

 

Großteil der Mitarbeitenden ist geschult

Das Präventionsprogramm gegen sexualisierte Gewalt hat einen festen Platz im Leben der Ev. Kirchenkreise Hamm und Unna. Grundlage dafür ist das „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ (KGSsG) der Evangelischen Kirche von Westfalen. In den beiden Kirchenkreisen mit insgesamt rund 2500 Mitarbeitenden kümmern sich die Präventionsfachkräfte Janina Scherlich (Unna) und Stefan Kracht (Hamm) intensiv um die Umsetzung und sind damit Vorreiter für viele andere Kirchenkreise. Unter dem Motto „hinschauen – helfen – handeln“ sind sie nicht nur Ansprechpartner, sondern führen auch die Schulungen der Haupt- und Ehrenamtlichen durch. Mit Nina Brandt von der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Astrid-Lindgren-Schule in Kamen konnte Ende 2023 die 1500. Mitarbeiterin geschult werden.

Damit hat auch der größte Teil der Mitarbeitenden in Hamm und Unna eine Grundlagenschulung erhalten. „Alle Hauptamtlichen sind jetzt geschult, ebenso die Leitungen und fast alle Presbyterien“, ergänzt Janina Scherlich, Pädagogische Mitarbeiterin der OGS im Kirchenkreis Unna und Beauftragte für Prävention sexualisierte Gewalt. Jetzt gibt es noch Nachhol-Schulungstermine für neue Mitarbeitenden und alle anderen, die noch keinen Termin wahrnehmen konnten. Parallel finden bereits Aufbau-Schulungen im OGS- und Kita-Bereich statt. Und die seien jeweils ganz individuell und zeitintensiv. Hier spiele auch der Kinderschutz eine große Rolle. Prinzipiell richte sich die Präventionsarbeit aber zum Schutz an alle. Ziel ist es, die Mitarbeitenden zu sensibilisieren, damit sie bei der Verletzung von sexualisierter Selbstbestimmung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hinschauen und nicht wegsehen und entsprechend handeln können. Im Rahmen des KGSsG gibt es bei der EKvW inzwischen feste Ansprechpersonen und ein Meldesystem bei der Fachstelle Prävention und Intervention.

Begonnen hatte die Präventionsarbeit mit der Einholung der Führungszeugnisse verpflichtend für alle Mitarbeitenden. Im Anschluss begannen die Grundlagen- und später auch die Aufbauschulungen. Jetzt gilt es ein Gesamtrahmenschutzkonzept für die Kirchenkreise zu erstellen. Auch alle Einrichtungen und Gemeinden werden ein Schutzkonzept erarbeiten, das gewährleistet, dass die handelnden Personen voneinander wissen, wie gemeinsam der Schutz gegen sexualisierte Gewalt sichergestellt wird. „Einige Gemeinden sind schon auf dem Weg und werden von uns unterstützt“, berichtet Janina Scherlich.

Weitere Informationen:

Fachstelle Prävention und Intervention der EKvW: Tel. 0521 594382 oder www.evangelisch-in-westfalen.de/angebote/umgang-mit-verletzungen-der-sexuellen-selbstbestimmung/

Zentrale Anlaufstelle der EKD: 0800 5040112 oder zentrale@anlaufstelle.help oder www.anlaufstelle.help

Präventions-Fachkräfte:

Stefan Kracht (Kirchenkreis Hamm): Telefon 02381 905298 oder Stefan.Kracht@kirchenkreis-hamm.de

Janina Scherlich (Kirchenkreis Unna): Telefon 02303 288163 oder janina.scherlich@ekvw.de

 

Zurück