Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Musik ist eine universelle Sprache!"

 

Hammer Kirchenmusiker leitet C-Popmusik-Kurs - Infoabend am 15. April

Musik ist in der Kirche ein ganz wichtiger Bestandteil, um Menschen mitzunehmen und um dem Glauben eine besondere Ausdrucksform zu geben. Dabei hält neben klassischer Kirchenmusik immer mehr auch die Popmusik Einzug in die Gotteshäuser. Um das zu fördern, wird es ab Sommer erstmals einen Popkantor im Evangelischen Kirchenkreis Hamm geben. Zudem werden in Kürze mit einem C-Popkurs Musiker/-innen ausgebildet, um die Popmusik in die Gemeinden zu tragen. Dazu findet am 15. April ein Infoabend statt.

"Wenn man Kirche moderner machen will, muss man auch moderne Musik machen", erklärt der aus Hamm stammende Kirchenmusiker Chris Mews. Er leitet den C-Popkurs der Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) für bis zu 22 Teilnehmende. Was versteht man überhaupt unter kirchlicher Popmusik? "Es geht nicht um Chartmusik", sagt Mews. Das Spektrum sei aber breit und reiche von poppigen Sounds bis hin zu Jazz. Die Popmusik sieht der Musiker dabei nicht als Ersatz für klassische Kirchenmusik, sondern eher als Ergänzung. Möglich sei daher, klassische Stücke einfach moderner zu interpretieren und die traditionelle Orgel durch ein E-Piano zu ersetzen. Aber auch ein Gottesdienst mit musikalischer Begleitung durch eine Band sei mittlerweile sehr beliebt. Entscheidend sei nicht die Stilistik, sondern etwas Anderes: "Mit einem modernen Groove kann man die Leute abholen", ist Chris Mews überzeugt und betont daher die Bedeutung von Musik in der Kirche. Denn: "Musik ist eine universelle Sprache, die die Menschen verbindet und eine Gemeinschaft schafft."

Wie das gelingt, will er in dem neuen C-Popkurs vermitteln. Der startet im Oktober, geht über zwei Jahre und findet an zehn Wochenenden - auch in Hamm - sowie an zwei Intensivwochen statt. Wer angesprochen ist? "Alle, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten", erklärt Mews im Hinblick auf Themen wie Dirigat, Harmonielehre, Liturgie und Kirchenkunde. Grundsätzlich geht es darum, dass die erfolgreichen Absolventen/-innen in den Gemeinden als Kantor/-in fungieren und beispielsweise einen Jazz-Popchor leiten können. C-Kurs heißt es, weil es sich um ein nebenberufliches Angebot handelt. "Ein A-Kurs würde einem Masterabschluss gleichen, ein B-Kurs einem Bachelor", erklärt Chris Mews.

Eine, die die Abschlussprüfung schon lange hinter sich hat, ist Ulrike Egermann aus Hamm. Die langjährige Kirchenmusikerin der Jugendkirche hat nach einem Klassikkurs ab 2014 auch den C-Popkurs besucht. "Als Kirchenmusikerin hatte ich schon etliche Jahre Erfahrung mit populärer Musik in Gottesdiensten - und zwar richtig gute und berührende", sagte Egermann, die die Jugendkirche mitaufgebaut hat und Popmusik ins Zentrum stellte. Möglich sei dabei auch "einen ganz ehrlichen Kyrie-Gesang beispielsweise als Rapmusik" zu präsentieren. Die Resonanz sei positiv: "Viele Menschen, nicht nur Jugendliche, meldeten zurück, dass sie so gerne in die Kirche gehen und sie die Musik anspricht und bewegt", hat Egermann erfahren.


C- Popkurs
Infos rund um den C-Popkurs gibt es unter www.popkurse.de . Auskunft bei Kerstin Altuntas: 0521/594-118 oder kerstin.altuntas@ekvw.de . Sie nimmt auch Anmeldungen entgegen. Die Teilnahme kostet 3.300 Euro, Mitglieder einer evangelischen Gemeinde zahlen 1.300 Euro. Die Teilnahme ist ab 16 Jahren möglich. Ein Infoabend findet digital am Donnerstag, 15. April, um 20 Uhr per "Zoom" statt. Die Anmeldung hierfür erfolgt ebenfalls über Kerstin Altuntas.

 

 

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Chris Mews