Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

"Es war ein Gottesgeschenk..."

 

Rusmawati Gultom beendet ihr Praktikum in Hamm

 

"Ich wünsche mir ein großes Abschiedsfest mit vielen Menschen aus dem Kirchenkreis und der Gemeinde, die mich in Hamm begleitet haben", sagt Rusmawati Gultom.

Fast zwei Jahre lang von 2019 bis 2021 lebte und arbeitete die indonesische Diakonisse im Kirchenkreis, die von allen kurz Rusma genannt wird. Im Rahmen der Partnerschaft mit der Huria Kristen Indonesia (HKI) war sie als Gastmitarbeiterin tätig. Im Juli nun endet ihr Aufenthalt in Deutschland. Aufgrund der Pandemie kann es nur eine Verabschiedung im kleinen Kreis geben. Doch Freunde und Wegbegleiter erhalten die Möglichkeit, an der kleinen Abschiedsfeier am 7. Juli in der Jugendkirche Hamm via Zoom teilzunehmen. Sicher werden Viele der Einladung folgen, denn Rusma Gultom hat bei ihren vielfältigen Tätigkeiten zahlreiche Menschen kennengelernt. In der Trinitatis-Gemeinde hat sie Gottesdienste gefeiert - ob im Seniorenheim "Haus Maximilian" oder in der KiTa Immanuel in Werries. Sie hat beim Konfirmandenunterricht unterstützt, in der Frauenhilfe Vorträge gehalten und an Presbyteriumssitzungen teilgenommen.

Im Kreiskirchenamt konnte sie die Strukturen des Kirchenkreises und Arbeitsgebiete wie die Personal- und Finanzabteilung oder auch die Mediothek kennenlernen. Und natürlich hat sie sich im Partnerschaftsausschuss engagiert. Immer wieder hat sie aus ihrer Heimat erzählt und der HKI ein Gesicht gegeben. "Es war ein Gottesgeschenk, dass ich als Zeichen der Partnerschaft nach Deutschland geschickt wurde", glaubt die 43-Jährige und ergänzt: "Es tut gut, über sein eigenes Leben zu erzählen und zu erleben, wie die Menschen uns helfen, an uns denken und beten."

Die Erfahrungen in Hamm empfindet Gultom als Bereicherung. "Hier in Deutschland ist alles gut geplant und gut organisiert. Pünktlichkeit und Disziplin gelten für alle Ebenen", sagt sie. "Außerdem sind die Menschen freundlich und hilfsbereit. Den Satz `wenn du Hilfe brauchst, sag mir Bescheid!´ habe ich oft gehört, und das ist auch so geschehen." Doch der Aufenthalt in der Ferne war auch schwierig, denn die Pandemie hat ihre Planungen mehrfach durchkreuzt. "Ich hätte nie gedacht, dass das Leben so schwer ist, wenn man allein ist wegen der Corona-Zeit", blickt sie zurück. "Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich viele liebevolle Freunde um mich gekümmert haben." Die Freunde in Hamm, die Familie in der Heimat und ihr Glaube haben ihr Kraft gegeben: "'Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln` ist mein Lieblingsvers", gesteht sie, "er hat mich immer begleitet."

Bald fliegt sie zurück in ihre Heimat Indonesien. Im Gepäck hat sie viele Erinnerungen. "Ich werde besonders die Menschen vermissen, aber auch den stillen Gottesdienst, die Andacht auf Deutsch, das Glockengeläut zur bestimmten Zeit, das leckere Brot und den Käse", sagt sie wehmütig. "Und nicht zu vergessen die schönen und nicht langweiligen Vierjahreszeiten!" Nach ihrer Rückkehr in die Heimat wird sie wieder als Diakonisse in der HKI arbeiten und hat sich einiges dafür vorgenommen. "Ich möchte das, was ich hier kennengelernt habe, für die HKI übertragen, wie z.B. das Programm aus dem Hammer Norden in der Jugendarbeit, wo es Hilfsangebote für sozial benachteiligte Familien gibt." Zudem hofft sie, dass ihr Aufenthalt weiter Früchte tragen wird: "Mein Wunsch ist, dass wir immer in Verbindung bleiben, dass wir füreinander beten und voneinander lernen und uns gegenseitig helfen."

Die Zeit des Abschieds rückt näher. Und natürlich verlässt Rusma Gultom Deutschland nicht ohne einen Abschiedsgruß: "Zum Schluss danke ich allen im Kirchenkreis und in der Gemeinde ganz herzlich. Und bis wir uns wiedersehen - hier und dort, halte Gott dich fest in seiner Hand! Gott behüte uns. Auf Wiedersehen! Ihre Diakonisse Rusmawati Gultom."

 

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Rusmawati Gultom 2021
Rusmawati Gultom während ihres Praktikums im Kreiskirchenamt. Foto: tws