Friedenskirche Friedensfenster
Friedenskirche Sendenhorst | Foto: Manfred Böning

Aktuelles aus dem Kirchenkreis Hamm

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und in Hamm

 

"Woche der Brüderlichkeit" auf 19.-26. September verschoben

"2021 ist ein ganz besonderes Festjahr", sagt Pfarrer Carsten Dietrich. Der Sprecher des Arbeitskreises für die Woche der Brüderlichkeit erinnert an ein besonderes historisches Ereignis aus dem Jahre 321. Ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin erwähne erstmals Juden urkundlich. In der römischen Siedlung Colonia Agrippina, der späteren Stadt Köln, habe es zu dieser Zeit bereits eine jüdische Gemeinde gegeben. "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" - ein Anlass, sich zu erinnern und zu feiern. Und dazu lädt der Arbeitskreis für die Woche der Brüderlichkeit in Hamm auch alle Interessierten ein. Wegen der Corona-Pandemie musste der ursprünglich für März geplante Termin abgesagt werden.

Nun wird die "Woche der Brüderlichkeit" in Hamm vom 19.-26. September stattfinden. "Wir hoffen, dass nun unsere Veranstaltungen in Präsenz stattfinden können", sagt Pfarrer Dietrich und freut sich schon auf die einzelnen Programmpunkte. "Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen", so Dietrich, "werden wir zur diesjährigen Woche der Brüderlichkeit zwei weitgereiste Gäste in Hamm begrüßen können."

Für den Eröffnungsvortrag konnte Micha Limor, ein bekannter Journalist und Fernsehmoderator in Israel, gewonnen werden. Er selbst ist Sohn deutscher Eltern, seine Mutter wurde in Hamm geboren. Franz-Josef Brüseke ist Professor für Soziologie und lebt in Brasilien. Als Autor historischer Romane wird der gebürtige Hammenser seinen Roman "Zeus und Goldenberg" vorstellen, der von der Geschichte eines Kommunisten und eines ungläubigen Juden handelt, die 1936 Zuflucht finden bei einem Pfarrer im Hammer Westen.

"Wie unsere Stadt in diesen 1700 Jahren vorkommt, das zeigen wir mit unserem Programm", verrät Carsten Dietrich den Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe. Dabei erwarten die Teilnehmenden an diesem Jubiläum nicht nur Vorträge und Lesungen. Es wird auch einen musikalischen Höhepunkt mit einem großen Konzert geben. "Eine Melodie singt mein Herz, die du gesungen..." Unter diesem Motto musiziert das Gernsheim-Duo Werke vergessener jüdischer Komponisten der Romantik. "Ende August", verspricht Pfarrer Dietrich, "dürfen sich alle Interessierten auf die Veröffentlichung des vollständigen Programms freuen."

 

 

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Carsten Dietrich WdB
Pfarrer Carsten Dietrich FOTO: Rabea Wortmann